Matro - Blick nach Locarno |
Von Camorino - einem Vorort von Bellinzona - ging es durch den Wald den Hügel hinauf. Je höher ich kam, je steiler und schmaler wurde der Pfad, der sich teilweise ausgesetzt dem Hang entlang schlängelte. Zudem war er stellenweise mit einer dicken Laubschicht bedeckt, so dass es schwierig war zu erkennen, wo der Weg aufhörte und wo der Abhang begann.
Bei Cima di Dentro kam ich aus dem Wald heraus und auf einem kurzen, flacheren Abschnitt konnte ich mich von den ersten siebenhundert Höhenmeter etwas erholen. Doch schon kurz darauf verliess ich den markierten Wanderweg, um mehr oder weniger querfeldein auf den Matro, einen markanten Hügelkopf, zu steigen.
Auf dem Matro (1'201 m) befinden sich Überreste von Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg und angesichts des ausgedehnten Blicks auf die Magadino-Ebene war dies strategisch zweifellos ein gut gewählter Ort.
Cima di Medeglia |
Als Abstieg wählte ich die Variante durch das Valle di Troggiano, welche zwar die steilste, dafür aber auch die kürzeste war. Der Abstieg verlief grundsätzlich problemlos, ausser dass ich - als ich auf dem feuchten Laub auszurutschen drohte - herausfand, dass die stacheligen Kastanienschalen ziemlich weh tun, wenn man sich mit der Hand darauf abstützt.
Vom Bahnhof Rivera-Bironico aus ging es dann zurück nach Hause, wobei mich nach dem frühlingshaften Tag im Tessin nördlich des Gotthards ein Schneegestöber empfing.
Wanderinfos:
- Gewandert: Samstag, 9. März 2019
- Route: Camorino - Cima di Dentro - Matro - Motto della Costa - Cima di Medeglia - Valle di Troggiano - Bironico - Rivera-Bironico
- Meine Wanderzeit: 5 h 40 min
- Distanz: 16,6 km
- Höhenmeter (Aufstieg): 1'250 m
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen