Der Tag startete in Flüelen, wo wir uns - zusammen mit ganz vielen anderen Ausflüglern - in einen der Kleinbusse Richtung Riemenstaldnertal drängten. Gut hatte Nicole uns auf die Reservationspflicht aufmerksam gemacht, denn so hatten wir wenigstens einen Sitzplatz, was angesichts der kurvenreichen Strasse und der sportlichen Fahrweise des Buschaffeurs eindeutig ein Vorteil war.
Der erste Teil der Wanderung durch Wälder und Alpenweiden war dagegen schon fast gemütlich. Richtig aufwärts ging es erst nach dem Alpler See, welcher in einer kleinen Talmulde liegt. Wie im Bus waren wir auch auf dem Wanderweg nicht alleine unterwegs und je näher wir dem Gipfel kamen, desto zahlreicher wurden die Wanderer. Mich überraschten die vielen Leute, denn so ganz unangestrengt war der Aufstieg nicht.Trotz des Menschenauflaufs fanden wir unter dem überdimensionalen Gipfelkreuz des Rophaien (2'078 m) ein Plätzchen, um die herrliche Aussicht auf den Vierwaldstättersees zu geniessen und mit dem gekühlten Liquör von Marion anzustossen.
Für den Abstieg folgten wir zunächst dem weiss/blau markierten Gratweg. Dieser war zwar nicht besonders ausgesetzt, doch so schmal, dass überholen schwierig war. Geradezu verunmöglicht wurde das Überholen schliesslich, weil die vor uns gehende, langsamere Gruppe - trotz höflichen Nachfragens - uns partout nicht vor lassen wollte. So etwas hatte ich in meiner Wanderkarriere doch noch nie erlebt! Also trotteten wir ihnen in einem gemächlichen Tempo hinter her, bis der Weg vom Grat abbog und wieder breiter wurde.
Für die letzten Höhenmeter ins Tal hinunter wollten wir uns die Seilbahn gönnen. Ebenfalls eine Idee, mit der wir an diesem Tag nicht alleine waren. Als wir bei der Bergstation in Spila ankamen, wurde uns eine Wartezeit von einer Stunde in Aussicht gestellt. Die Bahnbetreiber waren aber super organisiert und hatten den Ansturm der Leute gut im Griff: Wir bekamen eine Nummer zugeteilt, so dass wir die Wartezeit gemütlich auf der Wiese liegend und mit einem Bier in der Hand überbrücken konnten.Den Tag liessen wir schliesslich bei Apérol Spritz und Pizza auf der Terrasse eines Restaurants in Flüelen ausklingen. Da machte es mir auch nichts mehr aus, dass aus der geplanten Übernachtung in der Lidernhütte nichts geworden war.
Wanderinfos:
- Gewandert: Samstag, 25. Juli 2026
- Route: Riemenstalden, Chäppeliberg - Schibli - Lielisboden - Alplen - Alpler See - Alphütte Stockalp - Rophaien - Äbneter Stöckli - Firtiggrätli - Gitschen/Spilau Bergstation
- Unsere Wanderzeit: 4 h 15 min
- Distanz: 10,6 km
- Höhenmeter: ↑1'200 m; ↓620 m
































