Sonntag, 28. August 2016

Im Badebottich auf 2'000 m (12. + 13. Etappe Zürich - Gotthard)

Auf unserem Weg auf den Gotthard machen wir keine Abkürzungen. Dies hatte zur Folge, dass wir die Wanderung zur Etzlihütte mit einer Gondelfahrt die falsche Talseite hinauf begannen, nämlich zur Golzern Bergstation, wo wir die letzte Etappe beendet hatten. Die Einheimische, die mit uns in der Gondel hochfuhr, sah uns denn auch etwa zweifelnd an, als wir sie über unser Tagesziel aufklärten. Der Vorteil des falschen Berghanges war, dass die Wanderung an diesem sehr warmen Tag mit einem Abstieg begann - nämlich (fast) wieder zur Talstation der Golzernbahn hinunter.

Ich war schon letztes Jahr zur Etzlihütte gewandert und der anstrengende, schwül-heisse Aufstieg war mir noch in lebhafter Erinnerung. Es war absehbar, dass es dieses Mal nicht weniger warm werden würde. Ich hatte schon längere Wanderungen mit mehr Höhenmeter gemacht, doch wieder setzte mir der Aufstieg zur Etzlihütte ziemlich zu, obwohl ab und zu eine Wolke die Sonne verdeckte, so dass es nicht ganz so warm wurde wie befürchtet.

Der Lohn für die Anstrengung und der Grund, warum ich mir das nochmals angetan hatte, war der Badebottich, den die Etzlihütte auf der Terrasse stehen hat. Nachdem wir uns mit einem Bier abgekühlt und beim Abendessen gestärkt hatten, stiegen wir in den mit sehr heissem Wasser gefüllten Zuber und genossen den Blick auf die umliegenden Berge mit einem Cüpli in der Hand - so grenzt Wandern schon fast an Dekadenz.

Am Sonntag, nachdem wir gefrühstückt und auch noch der letzte Mitwanderer seine Blasen vom Vortag verarztet hatte, stiegen wir Richtung Mittelplatten hoch. Der Hang lag noch in Schatten, was den Aufstieg und die damit verbundene Kletterei über Geröll und Felsen angenehm machte. Auf dem höchsten Punkt auf 2'487 m hatte man einen schönen Blick zurück ins Etzlital und nach vorne in die Surselva hinunter. Das einzige, was die Aussicht störte, war die Hochspannungsleitung, die beide Täler verbindet. Nach einer Pause unter dem Strommast machten wir uns an den Abstieg das Val Mila hinunter bis nach Rueras.

Von dort dauerte der Rückweg mit dem Zug nach Zürich sogar noch ein bisschen länger als die Wanderung selber. Dafür führt die Bahnstrecke durch die Rheinschlucht - ein Wanderziel, das schon lange auf meiner Wunschliste steht.



Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 27./28. August 2016
  • Route: Golzern (Bergstation) - Golzernsee - Stäfelialp - Herrenlimi - Rossboden - Müllersmatt - Etzlihütte SAC (Samstag); Etzlihütte - Müllersmatt - Mittelplatten - Val Mila - Rueras (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: ca. 4 h 30 min (Samstag); 3 h (Sonntag)
  • Distanz: 13,2 km (Samstag); 8,7 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'224 m (Samstag); 500 m (Sonntag)
  • Übernachten: Etzlihütte SAC
  • Weitere Etappen des Höhenwegs Zürich - Gotthard finden sich hier











Sonntag, 21. August 2016

Schlottrige Knie am Col des Audannes

Eigentlich wäre an diesem Wochenende mit dem Barrhorn der höchste Gipfel der Saison auf dem Programm gestanden; die unsicheren Wetterprognosen führten aber dazu, dass die Tour abgesagt werden musste. Ich sah mich schon das ganze Wochenende auf dem Sofa liegen und Netflix schauen, als Claude unverhofft eine Tour zur Cabane des Audannes organisierte. Er hatte das Ziel ausgewählt, weil er davon ausging, dass das schlechte Wetter im Westen zwar früher ankommen, dafür aber auch früher vorbei sein würde, und er sollte mit seiner Vermutung recht behalten. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt - wenn ich ehrlich sein wollte - keine Ahnung, wo die Cabane des Audannes überhaupt liegt.

Es wurde also nichts mit Faulenzen, stattdessen stieg ich am Samstagmorgen in den Zug Richtung Wallis. Die Anreise zum Ausgangspunkt der Tour, dem Barrage du Rawil, war etwas umständlich, doch gerade die letzte Etappe per Postauto stellte sich als ein besonderes Erlebnis heraus, nicht nur wegen der schmalen Strasse und der Aussicht ins Tal, sondern insbesondere wegen zwei Tunnel, die nur wenige Zentimeter grösser waren als der Bus und in die der Chauffeur richtiggehend einfädeln musste.

Von der Staumauer aus ging es für unsere kleine Wandergruppe zu Fuss weiter. Der Weg führte zunächst entlang des Lac de Tseuzier und nach ein paar Metern setzte bereits der erwartete Regen ein. Trotzdem entwickelte sich das Wetter an diesem Tag besser als erwartet: Der Regen hörte immer wieder auf und es goss auch nie - wie eigentlich vorausgesagt - in Strömen.

Kurz nach dem See begann die Steigung. Der Weg wand sich sehr steil zwischen den Felswänden den Hang empor und war durch den Regen glitschig geworden, so dass ich prompt ausrutschte und für einmal nicht nur bis zu den Knie schmutzig war, sondern darüber hinaus. Nachdem wir die ersten gut 600 Höhenmeter hinter uns gebracht und den ersten Mitwanderer verloren hatten, erreichten wir einen riesigen, hellen Karstrücken, welcher mitten zwischen den zwei dunkleren Felswänden liegt, als hätte ihn dort jemand hingepflanzt. Ich kraxelte teilweise auf allen Vieren über den zerklüfteten und ausgewaschenen Karst mit seinen tiefen Spalten und spitzen Kanten. Danach ging es weiter hoch, bis wir mit dem Col des Eaux Froides (auf dem es mehr kalte Winde als kalte Wasser gab) auf 2'648 m den höchsten Punkt des Tages erreichten. Von dort aus sahen wir bereits auf der gegenüberliegenden Seite auf einem kleinen Hügel über dem Lac des Audannes die Hütte, in der wir übernachten würden.

Die Cabanes des Audannes ist von aussen nicht gerade ein Schmuckstück und weist innen einen seltsam verwinkelten Grundriss auf. Davon liessen wir uns aber selbstverständlich nicht ablenken, sondern verbrachten einen vergnüglichen Abend mit Wein, Politik und dem Austausch von Lebensweisheiten.

Der nächste Morgen begrüsste uns mit Sonne und blauem Himmel. Wir hatten bereits am Vorabend über verschiedene Routen diskutiert und uns schliesslich auf die Variante via Col des Audannes und Sanetschpass geeinigt. Das bedeutete, dass der Morgen mit einem Aufstieg begann. Die Landschaft bestand in dieser Höhe fast nur noch aus verschiedenfarbigen Felsen und überraschend vielen Schneefeldern, hingegen gab es kaum noch Vegetation. Mehr als einmal wähnten wir uns an diesem Tag auf dem Mond oder einem fremden Planeten.

Die Herausforderung des Wochenendes war der Abstieg vom Col des Audannes: Dieser führt über diverse Leitern und in den Fels eingelassene Metallbügel die Felswand hinunter. Während ich mit den Leitern noch halbwegs zu recht kam, hangelte ich mich ungeschickt von einem rutschigen Metallbügel - welche offensichtlich nicht auf meine Schrittlänge oder Kletterfähigkeiten zugeschnitten waren - zum nächsten. Es gab einen Moment, wo ich dachte, dass ich nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts komme. Doch in der Felswand stehen bleiben war einfach keine Alternative, so dass ich mit schlottrigen Beinen den Abstieg beendete. Das letzte Mal, als meine Knie so gezittert haben, war während meiner Fahrprüfung, als ich das Auto seitwärts einparkieren sollte. Die ganze Wanderung war weiss/rot ausgeschildert, der Abstieg vom Col des Audannes ist aber meines Erachtens mindestens als T4 einzustufen - doch die Walliser sind vielleicht einfach härter im nehmen als ich.

Nach den Leitern und Metallbügeln gab es eine weitere kritische Passage, die mit einem Seil gesichert war, dann ging es einfach so steil das Schotterfeld hinunter, bis wir die Ebene Grand' Gouilles erreichten, wobei sich die Pfützen als hübsche kleine Seen entpuppten. Nach einem Gegenanstieg kamen wir auf den Arête de l'Arpille. Der Weg auf diesem Grat verlief auf dem Kamm eines hohen Schutthügels, den wir für die überig gebliebene Moräne eines verschwundenen Gletschers hielten.

Stück für Stück verloren wir Höhenmeter bis zur Sanetsch Passhöhe. Von da war es nicht mehr weit bis zum Sanetschstausee. Damit beendeten wir unsere Wanderung wie wir sie angefangen hatten: Auf einer Staumauer. Mit der Gondel fuhren wir hinab nach Gsteig und überquerten dabei die Kantonsgrenze zu Bern.

Die zwei Tage waren mehr als nur Ersatz für die abgesagte Barrhorn Besteigung gewesen, sondern eine geniale Tour und die alpinste und technisch anspruchsvollste Wanderung, die ich in diesem Jahr gemacht hatte.



Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 20./21. August 2016
  • Route: Barrage du Rawil - Lac de Tseuzier - Lac de Ténéhet - Col des Eaux Froides - Cabane des Audannes (Samstag); Cabane des Audannes - La Selle - Col des Audannes - Grand' Gouilles - Arête de l'Arpille - Sanetschpass - Sanetsch-Stausee (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 4 h (Samstag); 5 h (Sonntag)
  • Distanz: 8,6 km (Samstag); 14,1 (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'008 m (Samstag); 705 m (Sonntag)
  • Übernachten: Cabane des Audannes











Sonntag, 14. August 2016

Sommertage auf der Greina

Die Wetterprognosen prophezeiten das bisher vielleicht schönste Wochenende des Sommers: Zwei Tage strahlender Sonnenschein. Gut, dass mit der Greina die passende Tour auf dem Programm stand. Bereits am Bahnhof Zürich wurde aber offensichtlich, dass wir an diesem Wochenende nicht die Einzigen mit Wanderplänen waren: Der Zug Richtung Chur war voll von Leuten mit Wanderschuhen und Rucksäcken. Wanderern würden wir in den nächsten zwei Tagen denn auch noch in rauen Mengen begegnen.

Wir starteten in Vrin und die Route führte zunächst entlang eines Teersträsschens ins Tal hinein. Als der Teer endete, begann die Steigung. Die Vegetation war von Anfang an karg, bereits in Vrin gab es keine Bäume und kurz danach auch keine Sträucher mehr. Dafür gab es eine Menge glänzender, quarzhaltiger Steine. Ein besonders schönes Exemplar hätte sich gut in meinem (nicht vorhandenen) Garten gemacht, doch keiner meiner männlichen Mitwanderer liess sich dazu überreden, den (Fels-)Brocken für mich zu hochzutragen.

Auf dem Pass Diesrut hatten wir mit 2'428 m den höchsten Punkt des Tages erreicht und kurz danach kam die Greina Ebene endlich in Sicht. Wir machten eine Pause nur um die Aussicht auf die mit zahlreichen Bächen mäanderartig durchzogene Hochebene zu geniessen. Vor einigen Jahrzehnten plante man einen grossen Stausee, welcher die gesamte Ebene überflutet hätte. Obwohl ich durchaus ein Verfechter der Wasserkraft bin - beim Anblick dieser einzigartigen Landschaft war ich froh, dass Naturschützer die Projekte verhindert hatten. Heute steht die Greina unter Schutz und wurde ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen.

Unser Tagesziel war die Terrihütte, die von weitem sichtbar auf einem Hügel thront. Das Bier auf der sonnigen Terrasse mussten wir uns aber noch mit einer Kraxelei über nackte Felsen verdienen. Die Terrihütte ist die grösste SAC-Hütte, in der ich bisher war, und auch die mit der besten Infrastruktur, was sich insbesondere an den sanitären Anlagen zeigte. Nach dem Abendessen setzten wir uns nochmals auf die Terrasse und hofften auf Perseiden-Nachzügler. Sternschnuppe sah ich schliesslich nur eine, dafür zog die Raumstation ISS vorbei, wobei mir nicht klar war, ob man sich da auch was wünschen darf.

Der Sonntag begann mit Kerzen und einem Kuchen zum Frühstück für Geburtstagskind, Langschläfer und Tourorganisator Tom. Danach wanderten wir zunächst der Greina Ebene entlang bis zum Greinapass. Wir kamen gut vorwärts, so dass - wie bereits am Vortag - genügend Zeit für zahlreiche kleinere und grössere Pausen blieb. Die Passhöhe ist auch die Kantonsgrenze und markierte den Beginn des langen Abstiegs, der entlang des Brenno führte, der in zahlreichen Wasserfällen und Stufen das Tal hinab fliesst. Mit jedem Höhenmeter, den wir ins Tessin hinab stiegen, wurde es (noch) wärmer. Selbst das Murmeltier, das sich auf einem Stein sonnte, war fast zu träge, sich vor uns im Sicherheit zu bringen. Bei der Mittagspause drohte beinahe der Hitzschlag, doch ein ausgiebiges Fussbad in kalten Bach senkte die Körpertemperatur und gab uns die Gelegenheit, doch noch eine Staumauer zu bauen.

In Campo Blenio gab es endlich die lang ersehnte Glace. Ich entschied mich schliesslich für eine Rückreise via Lukmanierpass und dabei zeigten sich die Unterschiede in der Kundenfreundlichkeit zwischen den Tessiner und den Bündner Verkehrsbetrieben: Während der Tessiner die Leute in den Bus packte, bis man kaum mehr atmen konnte - Doppelführung von Kursen gibt's im Tessin wohl nicht -, begrüsste uns sein Bündner Kollege Claudio nach dem Umsteigen auf der Passhöhe nicht nur ausgesprochen freundlich, sondern er holte die Tessiner Verspätung fast auf und sorgte persönlich dafür, dass der Anschlusszug in Distentis die übrig gebliebene Minute noch auf uns wartete. Damit hatte selbst die lange Rückfahrt ein Highlight.


Wanderinfos:
  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 13./14. August 2016
  • Route: Vrin - Puzzatsch - Alp Diesrut - Pass Diesrut - Camona da Terri CAS (Samstag); Camona da Terri CAS - Passo della Greina - Capanna Scaletta - Daigra - Campo Blenio (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 4 h 30 min (Samstag); 4 h 45 min (Sonntag)
  • Distanz: 11,7 km (Samstag); 16,5 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'180 m (Samstag); 400 m (Sonntag)
  • Übernachten: Terrihütte SAC 








Mittwoch, 10. August 2016

Hat der Niesen einen Hut...

...dann wird das Wetter gut - besagt zumindest eine bekannte Bauernregel. Heute hatte der Niesen eher eine Mütze, die er sich tief ins Gesicht gezogen hatte, und ich war gespannt, was dies für Wetter verhiess. Ich hatte bei meiner letzten Wanderung Moni kennengelernt und sie war so nett gewesen, mich in ihre Wandergruppe einzuladen. Dass ihre geplante Wanderung 1'800 Höhenmeter beinhaltete, traf sich dabei gut, denn ich brauchte für die kommenden Wochenenden noch etwas Training.

Wir starteten in Wimmis und der Weg führte von Anfang an aufwärts, immer sehr abwechslungsreich durch den Wald. Im Ahorni hatten wir die Wolken eingeholt, so dass wir das nächste Stück im Nebel absolvierten, was aber der Attraktivität der Strecke keinen Abbruch tat. Hingegen war es vorbei mit der Aussicht auf den Thunersee. Unterwegs passierten wir Waldarbeiter, welche Schneeverbauungen erstellten und den Wald aufforsteten. Zufälligerweise hatte ich am Vortag in der Berner Zeitung gelesen, dass weitsichtige Wimmiser schon vor hundert Jahren angefangen hatten, auf diese Weise den Niesennordhang zu sichern.

Ich versuchte mit Monis Tempo mitzuhalten, doch spätestens in der steilen Kuhweide unterhalb des Gipfels musste ich neidlos eingestehen, dass bei meiner Fitness noch Raum nach oben bestand. Ich überbrückte meine Schwächephase mit Schokolade und dann reichte die Energie doch noch für den restlichen Aufstieg. Auf den letzten Metern mussten wir zudem noch ein paar Kühen ausweichen, die es sich direkt auf dem Wanderweg bequem gemacht hatten und sich nur sehr ungern zum Aufstehen bewegen liessen.

Auf dem Gipfel hatte sich der Nebel etwas gelichtet und man sah wenigstens den Thuner- und Brienzersee. Das Berner Alpenpanorama blieb aber hinter dicken Wolken verborgen. Die extrem steile Niesenbahn brachte uns schliesslich sicher zurück ins Tal.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Mittwoch, 10. August 2016
  • Route: Wimmis - Im Vordere Ahorni - Stueffistei - Niesen Kulm
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 30 min
  • Distanz: 10 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'761 m







Samstag, 6. August 2016

Sicht Null auf dem Parpaner Rothorn

Ich kannte bisher nur das Brienzer Rothorn und als sich herausstellte, dass auch die Bündner ein Rothorn haben, fand ich, dass es höchste Zeit war, meinen Rothorn-Horizont zu erweitern. Zur Abwechslung stand also wieder einmal eine Eintagestour an, was sich an meinem ungewöhnlich leichten Rucksack zeigte. Später am Tag wäre ich dann froh gewesen, ich hätte noch etwas mehr eingepackt - Handschuhe zum Beispiel.

Die Tour startete in Lenzerheide und stieg von Anfang an stetig an. Während im Tal noch ein paar Sonnenstrahlen zu sehen waren, wurden die Wolken dichter, je höher wir stiegen. Auf der Alp Sanaspans hatten wir die Waldgrenze bereits hinter uns gelassen und versuchten uns im Windschatten der Hütte mit einer heissen Ovomaltine aufzuwärmen.

Nach der kurzen Pause ging es weiter aufwärts und ich kam ziemlich ins Schnaufen, was ich selbstverständlich sofort der dünnen Luft in über 2'000 m Höhe zuschob. Das Parpaner Rothorn ist offenbar vor allem ein Downhill-Paradies, auf jeden Fall donnerten zahlreiche Mountain-Biker in halsbrecherischer Fahrt an uns vorbei.

Unser Ziel hatte sich hinter einer weissen Wand versteckt, nur ab und zu sah man kurz die weisse Antenne auf der Gipfel zwischen den Wolken hervorschauen. Farblich dazu passend lag ab dem Lai Plang Bi - überigens eher eine Pfütze als ein See - Neuschnee. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und zusammen mit dem kalten Wind kam schon fast eine winterliche Stimmung auf. Auf den letzten Metern zum Gipfel - auf 2'861 m - lagen immerhin gut 15 cm Schnee auf dem steilen Wanderweg.

Ob angekommen, wärmten wir uns im Aussichtsrestaurant auf, doch leider war es mit der Aussicht nicht weit her - durch die grossen Fenster sah man nichts ausser weisses Nichts. Mit der Bahn, die sich nicht an den Fahrplan der SBB-App halten wollte, fuhren wir zurück ins Tal, wo es grüner und wärmer war. Trotz des Wetters war es aber eine schöne Wanderung, die es zu wiederholen lohnt, nur schon um die versprochenen tollen Aussichten nachzuholen.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag, 6. August 2016
  • Route: Lenzerheide - Alp Sanaspans - Lai Plang Bi - Parpaner Rothorn
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 15 min
  • Distanz: 9 km
  • Höhenmeter (Steigung): 1'432 m

Montag, 1. August 2016

Blumenmeer und negative Höhenmeter im Urnerland (9./10. + 11. Etappe Zürich - Gotthard)

Mit drei Etappen über das lange 1. August-Wochenende näherten wir uns weiter dem Gotthard: Da am ersten Tag nur eine kurze Wanderung ohne nennenswerte Steigung anstand, begannen wir gemütlich und starteten erst gegen elf Uhr beim Hotel auf dem Klausenpass.

Der Weg führte - ganz untypisch für unsere Tour - mehrheitlich hinab oder geradeaus. Wir durchquerten blühende Alpwiesen in denen die Blumen teilweise kniehoch standen. Die kurze Etappe, das schöne Wetter und die zahlreichen bewirteten Alpen luden zum Verweilen ein. Auf der letzten Terrasse in Wannelen verweilten wir fast zu lange, denn über dem Brunnital, wo wir übernachten wollten, zogen sich dunkle Wolken zusammen. Wir mussten uns plötzlich beeilen, die letzten Kilometer hinter uns zu bringen. Mit den ersten Regentropfen erreichten wir das Alpstubli auf der Trogenalp. Dort wurden wir herzlich von Franz Müller und seiner Familie empfangen, die uns für die Nacht in ihrer einfachen, aber gemütlichen Alp bewirteten und beherbergten. Franz zeigte uns auch seinen Käsekeller und beim Frühstück am nächsten Morgen konnten wir uns selber davon überzeugen, dass die verschiedenen Käsespezialitäten nicht nur gut aussahen, sondern auch sehr gut schmeckten.

Am Samstag begann die Wanderung mit einem sanften Einlaufen bis zur Brunnialp. Dann kam die Steigung, die wir schon fast vermisst hatten: Schritt für Schritt stiegen wir zwischen Alpenrosen hoch und näherten uns immer mehr den steilen Felswänden, die das Brunnital umschliessen. Unterdessen hatte leichter Regen eingesetzt und auf dem Seewligrat auf 2'245 m bliess auch noch ein scharfer Wind. Wasserdicht eingepackt machten wir uns an den rutschigen Abstieg zum Seewli. Selbst beim trüben Wetter hatte der kleine See eine wunderschöne smaragdgrüne Farbe. Auf ein Bad hatte aber niemand Lust, und so wanderten wir auf direktem Weg zur Seewlialp weiter, wo wir bereits kurz nach Mittag ankamen.

Unser Wanderprojekt basiert auf einem Wanderführer, verfasst von einem Reto Friedmann. Und auch wenn die Routenwahl toll ist und durch unbekannte und immer wieder überraschende Gegenden führt (zur Nachahmung dringend empfohlen) - wir sind uns nicht sicher, ob Herr Friedmann die Strecke tatsächlich gelaufen ist, denn wir stellten immer wieder Diskrepanzen insbesondere bei Wanderzeiten und Höhenmeter fest. Für die heutige Wanderung hatte Herr Friedmann fünf Stunden eingeplant, wir brauchten nur etwas mehr als drei. Damit hatten wir mehr als ausreichend Zeit, die Aussicht von der Seewlialp ins Reusstal hinunter zu geniessen und als die Wolken sich verzogen, zurück zum See zu wandern für ein paar Schönwetterfotos.

Die sehr einfache - aber ausreichende - Unterkunft auf der Seewlialp wurde von Toni Epp geführt, der selber nicht sehr gesprächig war, dafür aber ausgezeichnete Älpermakaroni kochte. In der Nacht hörten wir den Regen auf das Dach der kleinen Hütte prasseln, in der wir schliefen.

Am nächsten Morgen nieselte es immer noch und wir starteten den letzten Tag des Wochenendes in dichtem Nebel. Wieder stand ein heftiger Abstieg an, diesmal fast 900 Höhenmeter am Stück. Der nasse Pfad führte - teilweise ausgesetzt - im Zickzack den steilen Hang hinunter und aufgrund der dichten Wolken schien es, als würden wir ins weisse Nichts hinab steigen. Die einzigen Lebewesen, die dem nassen Wetter etwas abgewinnen konnten, waren die zahlreichen Alpensalamander, die über den Weg krochen.

Das letzte Stück des Wochenendes war dann ein stetiges Auf und Ab von Kilcherberg bis Golzern, entlang von senkrechten Felswänden und durch einen sehr schönen Wald, der von Moos und Farnen überwuchert war, was bewies, dass es hier nicht nur feucht ist, wenn wir wanderten. Bei Golzern Bergstation stiegen wir schliesslich in die Gondelbahn und liessen uns knieschonend ins Tal hinabfahren.

Auf der gegenüberliegenden Talseite sahen wir bereits Richtung Etzlihütte hoch, dem Ziel der nächsten Etappe. Und als wir auf der Terrasse des Restaurant Alpenblick in Bristen auf das Postauto warteten, rissen dann die Wolken auch noch auf und brachten die Sonne hervor.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag/Montag, 30./31. Juli + 1. August 2016
  • Route: Hotel Klausen-Passhöhe - Klausenpass - Chammli - Nideralp - Wannelen - Trogenalp (Samstag); Trogenalp - Brunni - Widerflüe - Vorder Griesstal - Seewligrat - Seewli - Seewlialp (Sonntag); Seewlialp - Römersbalmen - Kilcherberg - Eisten - Golzern Bergstation (Montag)
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 15 min (Samstag); 3 h 20 min (Sonntag); 3 h 30 min  (Montag)
  • Distanz: 12,5 km (Samstag); 10 km (Sonntag); 10,4 km (Montag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 450 m (Samstag); 970 m (Sonntag); 510 m (Montag)
  • Übernachten: Alpstubli, Trogenalp (Samstag); Alphüttli Seewli (Sonntag)
  • Weitere Etappen des Höhenwegs Zürich - Gotthard finden sich hier





Sonntag, 24. Juli 2016

Drei Tage Aletsch Arena

Ein Kollege hatte mir die ganze Woche aus dem Wallis Fotos mit blauem Himmel ins Büro geschickt. Als meine Wanderbegleitung und ich am Freitag in Brig ankamen, regnete es. Trotzdem würdigten wir das Postauto, das zur Talstation der Belalp-Bahn fuhr, mit (fast) keinem Blick und stapften unbeirrt durch den Regen.

Das Höhenprofil der Wanderung, die vor uns lag, war einfach zu beschreiben: Es ging immer aufwärts; am Anfang entlang eines alten Saumpfades. In Geimen hörte der Regen auf. Gleichzeitig boten sich für den weiteren Aufstieg zwei Varianten an. Wir entschieden uns schliesslich für die Route durch das Blindtälli, was sich als eine sehr gute Wahl und eines der Highlights des Tages herausstellte: Der Weg führte durch ein von mit Moos bewachsenen Felsbrocken übersätes Wäldchen, immer entlang eines kleinen Wildbachs.

Durch die idyllische Landschaft war auch ein Vita Parcours angelegt, und obwohl es sich damit vermutlich um einen der schönsten Vita Parcours der Schweiz handeln dürfte - wir fragten uns schon, wer diesen in dieser doch eher unzugänglichen Gegend benutzt. Aber vielleicht unterschätzten wir die Fitnessfreudigkeit der Geimener.

In Blatten überlegten wir kurz, ob wir den Rest des Aufstiegs mit der Gondelbahn verkürzen sollten. Doch da das Wetter eher besser als schlechter wurde, fehlte uns eine gute Ausrede und so stiegen wir weiter zu Fuss auf. In Tschuggen hatten wir wieder die Wahl zwischen zwei Routen und wieder entpuppte sich der Weg durch den Wald als eine gute und schöne - wenn auch ziemlich steile - Entscheidung.

Die letzten Kilometer stiegen dann nur noch leicht an, dafür führten sie entlang von zahlreichen, trostlos leer stehenden Ferienhäuschen. Die Zweitwohnungsinitiative kam hier wohl zu spät. Spektakulär war dann wieder der erste Blick auf den Aletschgletscher, direkt hinter unserem Hotel.

Im Panoramarestaurant des Hotel Belalp assen wir auch zu Abend. Zwar schoben sich immer wieder Wolken vor das Panorama, so dass man zeitweise kaum einen Meter weit sehen konnte. Die Wolken rissen aber auch immer wieder auf und gaben den Blick hinunter auf Brig und auf die gegenüberliegenden Gipfel frei: Ein abwechslungsreiches Schauspiel fast wie im Kino.

Als wir am Samstag morgen den steilen Abstieg zur Massaschlucht unter die Füsse nahmen, war unser Wandergrüppchen zu einer Wandergruppe angewachsen. Auf dem Programm der nächsten beiden Tage stand der Aletsch Panoramaweg. Der Weg führte durch die vom Gletscher geprägte Felslandschaft. Doch als wir einen kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt Aletschtor machten, mussten wir feststellen, dass wir so um die fünfzig Jahre zu spät waren - von diesem Punkt aus war der Gletscher kaum mehr zu sehen.

Kurz darauf erreichten wir die Hängebrücke, die in 80 Meter Höhe über die Massaschlucht gespannt ist. Eindrücklich! Und nichts für Nicht-Schwindelfreie, denn durch den Gitterboden hat man ungehinderten Blick in die Tiefe und die tosende Massa.

Nach einer kurzen Rast am Grünsee begann der anstrengende Teil des Tages, nämlich der Aufstieg durch den Aletschwald. 500 Höhenmeter waren wir abgestiegen, mehr als 600 Höhenmeter mussten wir auf der anderen Seite wieder hinauf und fanden, dass man die Hängebrücke eigentlich direkt von der Terrasse des Hotel Belalp aus hätte bauen können - die Wanderung wäre ein reiner Sonntagsspaziergang. Doch zugegebenermassen hätte man dann den Aletschwald verpasst und alleine für diesen Märchenwald lohnte sich die Mühe. Noch besser wurde es, als sich dann endlich der Blick auf den Aletschgletscher öffnete. Da wurde einem klar, wie die Gegend zum Prädikat "UNESCO-Welterbe" gekommen ist. Via Blausee - der nicht blau ist - stiegen wir schliesslich hinunter zur Bettmeralp und liessen bei Abendsonne und einem Glas Walliser Wein den Tag ausklingen.

Der Sonntag begann mit Sonne und blauem Himmel - wie auf den Fotos meines Kollegen - und einem steilen Anstieg Richtung Bettmerhorn. Die pinkfarbenen Gondeln schwebten über uns hinweg und ich fragte mich, warum ich eigentlich dauernd Berge zu Fuss bestieg, auf die man auch bequem fahren konnte. Das befriedigende Gefühl, das ich hatte, als ich 1,5 Stunden später auf der Terrasse des Panoramarestaurants Bettmerhorn ankam, beantwortete die Frage.

Danach führte der Weg über grosse Steinplatten mehrheitlich hinunter, immer näher an den Aletschgletscher heran, der von hier tatsächlich noch gross erscheint. Immer wieder blieben wir stehen, um den Anblick zu geniessen und unzählige Fotos zu machen. Der Aletsch Panoramaweg trägt seinen Namen mehr als zurecht!

Beim Märjelensee verliessen wir den Gletscher in Richtung Fiescheralp. Der abwechslungsreiche Pfad führte zum Abschluss des Tages der Höhenlinie entlang durch grüne Wiesen. Die Organisatorin dieses tollen Wochenendes legte dabei das Tempo vor. In der Ausschreibung der Wanderung hatte sie geschrieben, das Tempo werde den Mitmachern angepasst und auf keinen Fall habe sie es "pressant" - ich will ja nicht dabei sein, wenn sie es einmal wirklich pressant hat.

Der Vorteil dieses Endspurts war, dass ich auf der Fiescheralp gerade noch die frühere Gondel erwischte, denn die Heimreise nach Zürich dauerte mehr als drei Stunden. Genügend Zeit, die vielen schönen und unerwarteten Eindrücke und Begegnungen letzten drei Tage nochmals Revue passieren zu lassen.



Wanderinfos:

  • Gewandert: Freitag/Samstag/Sonntag, 22./23./24. Juli 2016
  • Route: Brig - Naters - Geimen - Blindtälli - Blatten - Tschuggen - Belap (Freitag); Belalp - Oberaletsch - Hängebrücke - Kalkofen - Bischofsitz - Alte Stafel - Blausee - Bettmeralp (Samstag; Etappe 1 des Aletsch Panoramawegs/regionale Route Nr. 39); Bettmeralp - Bergstation Bettmerhorn - Roti Chumma - Märjelensee - Unners Tälli - Fiescheralp (Sonntag; Etappe 2 des Aletsch Panoramawegs/regionale Route Nr. 39)
  • Unsere Wanderzeit: 4 h 15 min (Freitag); 5 h (Samstag); 4 h 30 min (Sonntag)
  • Distanz: 13,7 km (Freitag); 15,6 km (Samstag); 16,2 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'452 m (Freitag ); 920 m (Samstag); 900 m (Sonntag)
  • Übernachten: Hotel Belalp (Freitag); Hotel Alpfrieden (Samstag)




Sonntag, 17. Juli 2016

Durch die wilde Innerschweiz (7. + 8. Etappe Zürich - Gotthard)

Die vorige Etappe von unserem Projekt Zürich - Gotthard hatte auf dem Pragelpass im Regen geendet. Die nächste Etappe begann am selben Ort bei idealem Wanderwetter. Am Tag zuvor hatte die Webcam der Glattalp - unser Tagesziel - noch eine dicke Schicht Neuschnee gezeigt und wir waren gespannt, was uns erwarten würde.

Von Schnee war auf dem Pragel zunächst nichts zu sehen, als uns das Alpentaxi absetzte. Wir wanderten dem Fuss der Silberen entlang durch eine eindrückliche Karstlandschaft, aber man durfte sich von der Aussicht und den endlosen Blumenwiesen nicht zu sehr ablenken lassen, wollte man nicht einen Fehltritt in eines der zahlreichen Löcher oder Spalten riskieren. Die zerklüfteten Felsformationen waren schön anzusehen, boten aber wandertechnisch die eine oder andere Herausforderung. Ich hatte die Gegend vorher überhaupt nicht gekannt und ich war begeistert von der ursprünglichen und unberührten Landschaft. Mit den hellen Kalkfelsen, den grünen Wiesen und den frisch eingeschneiten Bergen im Hintergrund wähnte ich mich mehr als einmal in Mittelerde. Die Etappe stellte sich als eine der schönsten Wanderungen heraus, die ich je gemacht habe.

Wir folgten der Wegspur, die man dank zahlreichen Markierungen (fast) nicht verlieren konnte. In all der Idylle und Ruhe suchen wir uns dann wohl den lärmigsten Platz für eine Mittagspause aus - mitten in einer laut bimmelnden Herde von zudringlichen Kühen. Nach diesem ohrenbetäubenden Erlebnis kann ich die Studie, dass Kühe unter ihren Glocken leiden, nachvollziehen.

Kurz nach der Mittagspause stiessen wir dann auf die erwarteten Neuschneereste, welche sich kaum von den weissen Kalkfelsen, die aus dem Gras hervorschauten, abhoben. Am Fortkommen hinderte uns der Schnee nicht - bis zum letzten Abstieg vom Pfaff zur Glattalphütte: Dort hatte sich der Schnee in Matsch verwandelt und wir rutschten mehr oder weniger sicher den Abhang hinunter, mit dem Resultat, dass wir - einmal mehr - mit dreckigen Schuhen und bis zu den Knien schmutzigen Hosen in der SAC Hütte Glattalp ankamen, wo wir die Nacht verbrachten.

Frisch ausgeruht und gestärkt nahmen wir am nächsten Morgen - so pünktlich wie noch nie - die nächste Etappe unter die Füsse. Dies bedeutete zunächst ein ziemlich heftiger Abstieg: Heftig nicht nur, weil wir gut fünfhundert Höhenmeter verloren, die wir später alle wieder hoch mussten - sondern auch weil der Weg von losem Schotter bedeckt war, der wenig Halt bot. Zu Beginn war es daher fast eine Erleichterung, als wir die Karstlandschaft endgültig hinter uns liessen und es wieder aufwärts ging. Doch spätestens als wir bei Ober Stafel eine Pause einlegten und zu den senkrechten, schneebedeckten Felswänden hoch sahen, fragen wir uns schon, auf was wir uns da eingelassen hatten. Ein Wanderer, der uns entgegen kam, bestätigte uns aber, dass der Übergang passierbar war. Fast tausend Höhenmeter - die letzten im Neuschnee - ging es zum Balmer Grätli hoch. Belohnt wurden wir mit einem Ausblick ins Schächental und die dahinter liegende Bergkette.

Da wir - unüblich - pünktlich gestartet und - üblich - zügig unterwegs waren, erreichten wir das Hotel Klausenpass bereits kurz nach zwei Uhr, gerade rechtzeitig um das Postauto nach Flüelen zu erwischen. Der Chauffeur schaffte es nicht nur problemlos den grossen Bus durch die engen Kurven der Klausenpassstrasse zu lenken, sondern er erzählte dabei noch Wissenswertes über die Region. Davon werden wir auf der nächsten Etappe noch das eine oder andere selber sehen.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 16./17. Juli 2016
  • Route: Pragel - Chalberloch - Zingel - Torloch - Stägen - Geisssprung - Robutzli - Charetalp - Pfaff - Glattalp (Samstag); Glattalp - In den Chrümpfen - Läcki - Unter Stafel - Ober Stafel - Munggenband - Balmer Grätli - Hotel Klausen-Passhöhe (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 5 h 30 min (Samstag); 4 h 15 min (Sonntag)
  • Distanz: 14,4 km (Samstag); 11,3 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'100 m (Samstag); 940 m (Sonntag)
  • Übernachten: SAC Hütte Glattalp
  • Weitere Etappen des Höhenwegs Zürich - Gotthard finden sich hier