Mittwoch, 8. März 2023

Durch Nebel und Schnee zur Leglerhütte

@wandernohneende
Nach einer langen Schönwetterphase fiel unsere lang geplante Schneeschuhtour zur Leglerhütte ausgerechnet auf das Wochenende, an welchem sich der Winter mit Schnee und einer steifer Bise doch noch zeigte. Ein paar Tage vor dem Wochenende stellte ich die Wetterprognose, welche zweistellige Minustemperaturen vorhersagte, in den Gruppenchat in der Hoffnung, dass Nicole, unsere Organisatorin, den dezenten Wink mit dem Zaunpfahl verstehen und die Tour absagen würde. Doch ich hätte es besser wissen sollen: Trotz der widrigen Wetterprognose bestätigten alle gerade zu enthusiastisch ihren Teilnahmewillen.

Mit der Gondel schweben wir von Kies nach Mettmen, wo uns - wie vorausgesagt - trübes Wetter erwartete. Wir nahmen einen Startkaffee im Berghotel Mettmen und fragten uns dann doch, warum wir das Wochenende nicht im Wellnessbereich von diesem schönen Hotel verbrachen. 

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Als wir schliesslich in die Schneeschuhe stiegen und uns in die Kälte wagten, war die Sicht irgendwo zwischen null und nicht vorhanden. Der erste Teil der Strecke führte entlang des Garichti Stausees, doch dessen schneebedeckte Fläche hob sich kaum vom Nebel ab. Dank einer gut ausgetretenen Spur war wenigstens die Wegfindung einfach. Ab und zu tauchten schemenhaft Objekte aus dem Nebel auf: Ein Felsen, eine Hütte oder sogar eine Gämse.

Bei einer verlassenen Alp bei Chärpfbrugg fanden wir einen Unterstand für eine kurze Pause, bevor wir uns an den zweiten - steileren - Teil des Aufstiegs machten. Auf dem letzten Stück mussten wir dann gegen den kalten Wind ankämpfen, bevor hinter einer Kurve endlich die Hütte in Sicht kam. 

In der modernen, gastfreundlichen Leglerhütte verbrachten wir einen sehr lustigen Abend und ich bereute keinen Moment, dass die Tour nicht abgesagt wurde. Es ist eine Hütte, die ich unbedingt auch Sommer besuchen möchte - vielleicht wenn man auch etwas von der Umgebung sieht.

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Eigentlich war angedacht gewesen, am Sonntag noch einen Abstecher auf den Hahnenstock zu machen. Das Wetter, das über Nacht von schlecht zu schlechter gewechselt hatte, machte diesem Plan aber einen Strich durch die Rechnung. Also machten wir uns nach dem Frühstück direkt wieder an den Abstieg. 

Das erste Stück war herausfordernd: Umfegt von einer kalten Bise rutschten wir die steilen Hänge unter der Hütte den teilweise kniehohe Neuschnee hinunter - wenigstens fiel man weich. Sobald wir aber die Baumgrenze unterschritten hatte, waren wir nicht nur geschützt vom Wind, sondern wähnten uns in einem Winterwunderland aus schneebedeckten Bäumen und Eiszapfen. Das letzte Stück der Tour war purer Genuss und wir stoppen immer wieder für Fotos, bis wir von Ivan ermahnt wurden, nicht mitten im Lawinenhang Pause zu machen.

Noch vor der Mittagszeit waren wir wieder zurück im Bergrestaurant Mettmen und wir mussten uns mit einem Apéro begnügen, bis die Küche öffnete und wir unseren wohlverdienten und sehr leckeren Berg Burger verdrücken konnten. Es zeigte sich wieder mal, dass das Wetter nicht entscheidend ist für ein gelungenes Wochenende. 


Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 25./26. Februar 2023
  • Route: Mettmen - Chärpfbrugg - Vorder Kärpf - Leglerhütte SAC (Samstag; Sonntag gleiche Strecke zurück)
  • Unsere Wanderzeit: 2 h 30 min (Samstag); 2 h (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 680 m (Samstag); 30 m (Sonntag)
  • Übernachten: Leglerhütte SAC

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Donnerstag, 16. Februar 2023

Vom Spital zum Furggelenstock

@wandernohneende
Der Winter - resp. der fehlende Winter - lud dieses Jahr nicht gerade zum Schneeschuhlaufen ein. Entsprechend hatte meine Kondition gelitten. Die sonnige Wettervorhersage fürs Wochenende zwang mich dann aber trotzdem dazu, am frühen Morgen unter meiner Bettdecke hervorzukriechen.

Ich wankte bis zum letzten Moment, welche Tour ich machen sollte; schliesslich stieg ich in Unteriberg aus dem Bus. Die Strecke von Unteriberg auf den Spital kannte ich schon; als ich sie letzte Saison hochgestiegen war, hatte aber einiges mehr an Schnee gelegen (nachzulesen hier). Dieses Mal trug ich die Schneeschuhe auf dem Rücken die ersten 300 Höhenmeter hoch bis zum Aussichtsbänkchen am Waldrand. Danach gab es ausreichend Schnee, um die Schneeschuhe anzuschnallen, auch wenn es dank der hartgepressten Spur auch ohne gegangen wäre.

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Auf dem baumlosen Gipfel des Spitals (1'573 m) angekommen, genoss ich erstmal das schöne Bergpanorama. Doch eine allzu lange Pause konnte ich mir nicht leisten. Bei meinem letzten Besuch hatte ich entdeckt, dass man vom Spital bis zum Furggelenstock weiter gehen konnte, und das wollte ich diesmal ausprobieren.

Die Strecke ist kein markierter Schneeschuhtrail, aber gemäss Karte eine erlaubte Passage durch die ansonsten gesperrte Wildruhezone. Es gab bereits eine deutliche Spur, was die Wegfindung einfach machte. Im Zweifelsfall folgte man dem Stacheldrahtzaun, welcher aus mir unerfindlichen Gründen quer durch die Wildschutzzone führt. 

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Durch den Wald erreichte ich bereits nach kurzer Zeit die Rägenegg (1'531 m), welche einen guten Blick zurück zur kahlen Gipfelpyramide des Spitals erlaubte. Der grösste Teil der weiteren Strecke führte durch ein einsames Waldgebiet. Unterhalb des östlichen Endes des Gschwändstocks gab es die einzige heikle Passage mit der Querung eines ausgesetzten Steilhangs. Danach folgte ich weiter dem Grat zum bewaldeten Hauptgipfel des Gschwändstocks (1'616 m), dem höchsten Punkt der Tour. 

Nach der Buziflue ging es im Zickzack ein Waldstück aus lauter toten Bäumen hinunter mit direkten Blick auf den grossen Mythen. Sowohl die kahlen Baumstämme wie auch der Mythenblick kamen mir bekannt vor. Tatsächlich war ich hier im Sommer schon mal hochgestiegen

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Ich hatte angenommen, dass es ab da nur noch abwärts gehen würde, doch es stellte sich schnell heraus, dass ich mich getäuscht hatte. Der Weg führte in einem munteren Auf und Ab längs über den weitläufigen Bergkamm. Entschädigt für meine immer weniger munteren Beine wurde ich mit der Aussicht auf beide Seiten. Eine ausgedehnte Lichtung und ein letzter Gegenanstieg brachten mich schliesslich zur Furggelen direkt an den Fuss des Furggelenstocks. 

Gut hundert Höhenmeter wären es von hier noch gewesen auf den Gipfel. Doch das waren mir eindeutig hundert Höhenmeter zu viel. Stattdessen genehmigte ich mir einen Sauren Most in der Furggelenhütte und begnügte mich damit, zum Furggelenstock hochzusehen und die Sonne zu geniessen.

Entlang des markierten Schneeschuhtrails stieg ich schliesslich auf dem kürzesten Weg nach Brunni hinunter - für mehr hatte ich nach der langen Tour keine Energie mehr.



Wanderinfos:
  • Gewandert: Samstag, 11. Februar 2023
  • Route: Unteriberg, Guggelstrasse - Hochgütsch - Spital - Rägenegg - Gschwändstock - Buziflue - Burstblätz - Furggelen - Brunni => die Route führt durch eine Wildruhezone, markierte Wege nicht verlassen
  • Meine Wanderzeit: 4 h 40 min
  • Distanz: 12,7 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 950 m
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Donnerstag, 12. Januar 2023

Windiger Jahreswechsel auf der Rotondohütte

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Traditionsgemäss verbrachte ich den Jahreswechsel auf den Schneeschuhen, diesmal rund um die Rotondohütte im Kanton Uri. Angesichts der grünen Wiesen im Mittelland war ich etwas skeptisch in Bezug auf die Schneeverhältnisse, doch zu meiner Überraschung konnten wir bereits etwas ausserhalb von Realp von den Wander- zu den Schneeschuhen wechseln. Die Schneeschicht auf dem schmalen Strässchen, dem wir ins Witenwasserntal hinein folgten, war zwar nicht dick, aber gerade so ausreichend, und sie wurde dicker, als wir allmählich höher stiegen.

Während in Realp noch die Sonne geschienen hatte, steuerten wir direkt auf eine Wolkenwand zu, welche der Föhn über die Alpen drückte. Als wir Oberstafel erreichten und die Steigung des Weges zunahm, nahm auch der Wind an Fahrt auf und Schneegestöber begleitete uns auf dem Rest der Strecke, bis endlich die Rotondohütte in Sicht kam, wo wir warm empfangen wurden.

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Der nächste Tag - der letzte Tag des alten Jahres - brachte Sonne, blieb aber windig. In einem gemächlichen Tempo wanderten wir über die ausgedehnte, sanft ansteigende Schneefläche, unter welcher der Witenwassergletscher lag. Es fühlte sich gut an, sich wieder einmal durch eine richtige Winterlandschaft zu bewegen. 

Das letzte Stück bis hoch auf den Grat führte durch einen Steilhang aus kniehohem Neuschnee. Dank Tom, unserem Bergführer, wurde aber auch dieser Aufstieg nicht allzu anstrengend, denn Tom schlug für uns praktische Stufen in den Schnee.

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Als wir den Sattel erreicht hatten, waren wir zwar ungeschützt dem Wind ausgesetzt, konnten dafür einen ersten Blick ins Bedrettotal hinunterwerfen und auf die Tessiner Bergwelt. Wir folgten dem Grat entlang von spitzen Felsformationen zum Hüenderstock (2'882 m), dem Gipfelziel des Tages. Unter uns lag der ausgedehnte Talkessel, in dessen Mitte die Rotondohütte auf einem kleinen Hügel thronte.

Wir hielten unsere Pause auf dem Gipfel - wie alle Pausen an diesem Tag - kurz, zu stark blies der Wind. Immer mehr oder weniger dem Bergrücken folgend, wanderten wir weiter bis zum Hüendersattel. Von dort warfen wir einen letzten Blick ins Tessin, bevor wir uns über teilweise sehr steile Abhänge zurück zur Hütte rutschten, wo es Glühwein zum Aufwärmen gab.

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Am nächsten Morgen - der erste des neuen Jahres - brachen wir noch vor Sonnenaufgang von der Hütte auf; ein langer Abstieg stand uns bevor. Dieser begann aber zunächst mit einem Aufstieg zum Läckipass, währenddessen langsam die Sonne über den Bergen hinter uns aufging. Auf dem Übergang hatte der Wind den Schnee fast weggeblasen, so dass die Krallen der Schneeschuhe mit unangenehmen Geräuschen über die nackten Steine kratzten. Schon bald wurde der Schnee aber wieder tiefer und es wurde ein genussvoller Abstieg in das breite Tal hinein. Vom Muttengletscher, der gemäss Karte unter uns liegen sollte, waren aber kaum mehr Spuren zu entdecken.

Als das Tal eine Kurve machte, gab es einen kurzen Gegenanstieg auf das ausgedehnte Hochplateau unterhalb der Stotzigen Firsten. Dort machten wir eine ausgiebige Pause und genossen den Blick zurück zum Läkipass. Das erste Mal an diesem Wochenende war unser Pausenplatz so warm und windstill, dass wir nicht vorzeitig von Kälte und Wind aufgescheucht wurden. Im Gegenteil, ich hätte es noch eine Weile an diesem sonnigen Plätzchen ausgehalten.

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Doch es wartete das letzte Stück des Rückwegs nach Realp auf uns. Solange die Strecke an der Sonne lag und der Schnee weich unter den Schneeschuhen nachgab, war dieser vergnüglich. Doch im Schatten war der Schnee fest und Abstieg machte sich in den Knien bemerkbar. Wir erreichten schliesslich wieder das Strässchen, auf welchem wir zwei Tage zuvor aufgestiegen waren, und die zwei Tage hatten ausgereicht, den Schnee im unteren Bereich grösstenteils wegzuschmelzen.

Ausserhalb von Realp zogen wir schliesslich die Schneeschuhe wieder aus. In Realp beim Abschlusskaffee hatte man zwar wieder frühlingshafte Gefühle, doch es war schön gewesen, den Winter zumindest für drei Tage zu erleben.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Freitag/Samstag/Sonntag, 30./31.12.2022/1.1.2023
  • Route: Realp - Vorder-/Hinterschweig - Oberschäseren - Witenwasserenstafel - Oberstafel - Rotondohütte (Freitag); Rotondohütte - Witenwassergletscher - Hüenderstock - Hüendersattel - Rotondohütte (Samstag); Rotondohütte - Läckipass - Muttengletscher - Auf den Ampelenplanggen - Deieren - Grueben - Realp (Sonntag)
  • Distanz: 8,2 km (Freitag); 7 km (Samstag); 12,4 km (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 4 h (Freitag); 4 h 30 min (Samstag); 5 h 45 min (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'030 m (Freitag); 580 m (Samstag); 600 m (Sonntag)
  • Übernachten: Rotondohütte SAC
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Hüenderstock (Samstag)

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Abstieg (Sonntag)



Donnerstag, 8. Dezember 2022

Historisches am Colma (Herbstliches Tessin 2/2)

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Der Colma ist ein Hügel in der Ecke, wo das Centovalli auf das Maggiatal trifft. Ich war mal eher zufällig über ihn gestolpert, doch seine Lage hatte mich damals so beeindruckt, dass ich ihm eine eigene Wanderung widmen wollte.

Mit dem Centovalli-Bähnchen ging es bis Tegna. Von dort aus galt es einmal mehr über zahlreiche Stufen den Hang hochzusteigen. Ein erstes Zwischenziel war Monte Forcola, eine kleine Alp, wo zahlreiche Steintische zum Verweilen einluden. Ich wollte aber nicht verweilen, sondern zunächst eine extra Schlaufe einlegen.

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Unter bewusster Inkaufnahme zusätzlicher Treppenstufen machte ich einen Abstecher zu den Ruinen von Castelliere di Tegna. Auf dem exponierten Hochplateau finden sich Besiedlungsspuren bis in die Bronzezeit zurück. Kein Wunder, von diesem strategisch ideal gelegenen Punkt hat man das Centovalli, das Maggiatal und das Maggiadelta bis hin zum Lago Maggiore fest im Blick. Am besten erhalten sind die Fundamente einer Wehranlage aus der Römerzeit. Tief im Berg vergraben soll sich zudem eine Festung aus dem zweiten Weltkrieg verbergen. Ich setzte mich auf eine der Mauern und blinzelte in die tiefstehende Sonne, wo vor gut sechzehnhundert Jahren schon römische Legionäre in die Sonne geblinzelt hatten. 

Der Abstieg zurück nach Forcola war nur kurz, dann begann bereits wieder der weitere Aufstieg Richtung Colma. Stein um Stein, Kurve um Kurve führte mich der gewundene Weg immer höher durch den kahlen Wald.

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Auf dem Colma (795 m) wird man von einer schön angelegten Aussichtsterrasse erwartet, die um ein kleines, diversen Heiligen gewidmetes Türmchen angelegt ist. Ein schöner Ort zum Verweilen und Sonne zu tanken, während man auf das Maggiadelta und die soeben besuchten Ruinen des Castelliere hinunter blickt. 

Nach einer ausgiebigen Pause wanderte ich über den Rücken des Colma hinunter nach Costa und dann direkt einen Grashang hinunter zu einem kleinen Bach. Diesem folgte ich durch bergabwärts über einen mit Steinplatten ausgelegten Wanderweg entlang von versteckten, teilweise sehr schön renovierten Rustici. Einen letzten Abstecher machte ich zur Kapelle Sant' Anna, die prominent in den Hang gebaut ist. Leider war die Kirchtüre fest verschlossen, die Aussicht von der Terrasse war aber auch einen kurzen Stopp wert.

Stufen aus Naturstein führten mich zurück nach Tegna und bald schloss sich der Kreis dieser kurzen, aber lohnenswerten Rundwanderung.



Wanderinfos:
  • Gewandert: Samstag, 19. November 2022
  • Route: Tegna - Monte Forcola - Castelliere di Tegna - Monte Forcola - Colma - Costa - Riei di Sopra - Zucchero - Oratorio Sant' Anna - Tegna
  • Meine Wanderzeit: 2 h 45 min
  • Distanz: 7,2 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 620 m
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Donnerstag, 1. Dezember 2022

Aussichtsreiches am Pizzo Leone (Herbstliches Tessin 1/2)

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Ich verbrachte ein paar kurzfristig angefallene Ferientage im Tessin, was mir die Gelegenheit gab, endlich einmal den Pizzo Leone zu erklimmen. 

Von Locarno herkommend bot die Busfahrt nach Brissago entlang der schmalen Uferstrasse den ersten schönen Blick über den Lago Maggiore und die Brissagoinseln, angereichert mit einem pittoresken Wolkenband über dem See. Schöne Blicke auf den Lago Maggiore würde es an diesem Tag noch zuhauf geben. In Brissago startete die Wanderung - Tessin typisch - mit einem stufenreichen Aufstieg durch das Dörfchen, das sich bis weit oben am Hang hinzog. Treppenstufen würde es auf dieser Wanderung auch noch zuhauf geben - noch mehr als schöne Ausblicke auf den Lago Maggiore. 

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Als ich den Waldrand erreichte, folgte ich einem laubbedeckten Pfad - immer weiter aufwärts - durch den herbstlichen Kastanienwald. Ich passierte kleine Weiler und bei Comasca fand ich den perfekten Baumstrunk für eine Pause mit einer ungehinderten Aussicht über die glitzernde Fläche des italienischen Teils des Lago Maggiores. Soviel Licht waren meine Augen kaum mehr gewohnt.

Anschliessen zog die Steigung nochmals etwas an und der dichte Kastanienwald wurde von einem lichten Birkenwäldchen abgelöst, bis ich die Waldgrenze schliesslich ganz hinter mir liess. Ab Naccio führen zwei Wege auf den Pizzo Leone, so dass man eine kleine Rundwanderung zum Gipfel machen kann. Ich wählte für den Aufstieg den unteren Weg, der zunächst eher flach durch die Bergflanke führte und die restlichen Höhenmeter für den steinigen Schlussanstieg aufsparte.

Und dann hatte ich endlich den Pizzo Leone (1'659 m) erreicht. Was für ein Ausblick! Vor mir lag der Lago Maggiore, hinter mir das Centovalli und um mich herum unzählige Alpengipfel. Trotz eines frischen Windes machte ich eine ausgiebige Pause, denn es widerstrebte mir, diesen tollen Flecken allzu schnell wieder zu verlassen. 

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Für den Abstieg nahm ich den oberen Weg über den Grat und hier reihte sich ein Aussichtspunkt an den nächsten und man bekam einen Eindruck von der Länge des Lago Maggiores. Ich kam kaum vorwärts, weil ich immer wieder stehenbleiben musste, um die Landschaft zu geniessen und Fotos zu machen.

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Wieder bei der Alpe Naccio angekommen, beschleunigte ich meine Schritte, denn die Sonne stand schon merklich tiefer - trotz den warmen Temperaturen war es halt doch November - und ich hatte einen langen Abstieg vor mir. Und dieser Abstieg bestand - ich übertreibe nicht (viel) - ausschliesslich aus Stufen. Diese waren zudem mit einer dicken Laubschicht bedeckt, was so viel Konzentration erforderte, dass ich beim Abstieg kaum weniger schwitzte als beim Aufstieg. 

Dank einem zusätzlichen Schlussspurt erwischte ich in Ronco sopra Ascona minutengenau den Bus zurück nach Locarno.



Wanderinfos:

  • Gewandert: Freitag, 18. November 2022
  • Route: Brissago, Municipio - Cartogna - Gadero - Corte - Comasca - Naccio - Canva - Pizzo Leone - Naccio - Porera - Non Campi di Pietro - Ronco sopra Ascona
  • Meine Wanderzeit: 5 h 50 min
  • Distanz: 16,6 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'450 m

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Donnerstag, 10. November 2022

Kleiner Mythen: Erste Gehversuche im T5-Gelände

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Schweizer Wanderwege sind in sechs Schwierigkeitsstufen von T1 (leichteste) bis T6 (schwierigste) eingeteilt. Meine Wohlfühlzone ging bisher bis T4, wobei ich schon lange nach einer sicheren Gelegenheit Ausschau gehalten hatte, mich versuchsweise ins T5-Terrain hineinzutasten. Die ideale Gelegenheit dazu ergab mit dem "Schnupperkurs Alpinwandern", welcher der SAC Uto ausgeschrieben hatte. In den Händen von zwei erfahrenen Tourenleitern fühlte ich mich sicher. 

Von Brunni aus steigerte sich der Schwierigkeitsgrad graduell. Zunächst ging es über eine breite Fahrstrasse, dann über einen Waldweg, bis - kurz nach dem Restaurant Zwischenmythen - der markierte Wanderweg aufhörte. Über eine kaum sichtbare Wegspur respektive teilweise ganz weglos ging es zunächst eine abschüssige Wiese hoch und dann durch ein lockeres Schotterfeld - alles noch tief in meiner T4-Wohlfühlzone.

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Während des ganzen Aufstiegs wurden wir von einer Herde Gämsen beäugt, die bei der Kletterei durch die steilen Hänge eindeutig mehr Eleganz und Tempo an den Tag legten als wir. Wir erreichten schliesslich die ersten felsigen Kraxelstellen, gefolgt von einer ausgesetzten Wiese, auf der sich etwas Schnee vom Schneefall der vorangehenden Nacht gehalten hatte. 

Kurz vor dem Gipfel gab es eine kurze knifflige Kletterstelle und dann stand ich bereits auf dem Hauptgipfel des Kleinen Mythen (1'811 m). Wir gratulierten uns zum Gipfelerfolg und unser Tourenleiter baute einen kleinen Schneemann.

Ich hatte beim Aufstieg die Aussengrenze meiner Komfortzone nur knapp gestreift. Das änderte sich beim Abstieg: Zwei Kletterstellen über glatte Felspartien hinunter zeigten mir meine Grenzen deutlich auf. Unser Tourenleiter hatte aber vorgesorgt und ein Seil mitgebracht. Mit dieser zusätzlichen Haltemöglichkeit kam ich - und unsere ganze Gruppe - schliesslich sicher die zwei Schlüsselstellen hinunter.

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Über einen schmalen, ausgesetzten Pfad dem Grat entlang ging es weiter in Richtung Vorgipfel. Als der Weg die Gratseite wechselte, brauchte es nochmals etwas Überwindung und das Vertrauen, dass der Weg wirklich weitergehen würde, nachdem man fast blind einen Schritt auf einen kleinen Vorsprung in der senkrechten Felswand gemacht hatte. Er ging weiter.

Vom Vorgipfel des Kleinen Mythen (1'763 m) hatte man einen guten Blick zurück auf den Hauptgipfel und wenn man die senkrechten, zerklüfteten Felsen ansah, fragte ich mich, wie ich dort heruntergekommen war. Dafür war der Rest des Abstieges dann zwar immer noch steil, doch technisch keine besondere Herausforderung.

In der Alpwirtschaft Zwüschet Mythen kehrten wir zu einem Bier ein, um auf die erfolgreiche Gipfelbesteigung anzustossen - für viele der Gruppe war es wie für mich die erste T5-Erfahrung gewesen. Die Strecke zurück nach Brunni kam einem danach wie ein Sonntagsspaziergang vor.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Sonntag, 18. September 2022
  • Route: Brunni - Zwüschetmythenwald - Rämensiten - Chli Mythen (T5) - Vorgipfel - Gletti - Zwüschetmythen - Brunni
  • Unsere Wanderzeit: 4 h 15 min
  • Distanz: 6,2 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 740 m

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Donnerstag, 6. Oktober 2022

Lötschengletscher - Lötschenpass - Lötschenpasshütte - Lötschental

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Die Lötschenpasshütte stand schon lange auf meiner Hüttenwunschliste und so war das Ziel für meinen Beitrag zum diesjährigen Wanderprojekt mit dem Motto "Hütten, die ich immer schon mal besuchen wollte" schnell gefunden. 

Mit dem Ortsbus ging es vom Bahnhof Kandersteg bis zur Talstation der Sunnbüelbahn - eine Bahn würde uns aber an diesem Tag nicht helfen, die sehr vielen Höhenmeter zu überwinden. Statt in die Gondel zu steigen, bogen wir nämlich zu Fuss ins Gasterntal ab. Wir folgten dem ausgeschilderten Lötschberg-Panoramaweg. 

Der Zugang zum Gasterntal führt durch eine enge Klus, vorbei an einem rauschenden Wasserfall. Nach der ersten Steigung öffneten sich die senkrechten Felswände und boten einer ausgedehnten, von Bergen umschlossenen Ebene Platz, durch welche die Kander ruhig floss. 

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Die Strecke über den Talboden war fast flach, doch weil eine lange Strecke und 1'600 Höhenmeter vor uns lagen, hatte ich von Anfang an Restaurantbesuche gestrichen. Als wir aber die einladende Terrasse des Berghotels Waldhaus passierten, gab es unter meinen Mitwanderern kurze Anzeichen der Meuterei; doch es war ohnehin zu früh für eine Pause. Sicherheitshalber umging ich aber in Selden am Talende das Restaurant und wählte den direkten Weg zum Einstieg in den Aufstieg.

Unter dieser Aufstieg hatte es in sich: Entlang der hohen Wasserfälle des Leitibach ging es in engen Zickzackkurven den Wald hinauf. Höher und höher stiegen wir und der Blick über die Schultern in Richtung des Kanderfirns, welcher das Gasterntal abschliesst, wurde mit jedem Meter schöner und schöner. 

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Direkt oberhalb der Baumgrenze fanden wir auf der Terrasse eines Pfadiheims einen aussichtsreichen Platz für eine Verpflegungspause (aus dem Rucksack). Danach ging es eine Weile im gleichen Zickzackstil wie zuvor weiter - nur ohne Wald, dafür durch eine immer steiniger werdende Landschaft, bis wir eine geröllige Schwemmebene erreichten, die durch eine senkrechte, scheinbar unpassierbare Felswand abgeschlossen wurde. 

Es gab natürlich einen Weg hinauf - wenn auch ein ziemlich steiler. Inzwischen hatten sich die Wolken zusammengezogen - respektive wir hatten die Höhe der Wolken erreicht -, so dass wir immer wieder von dichten Nebelschwaden eingehüllt wurden.

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Oberhalb der Steilstufe erreichten wir die letzten Ausläufer des Lötschengletschers. Zu meiner Überraschung gab es unter der dicken Geröllschicht, welche das Gletscherende bedeckte, noch viel Eis. Es war eine eindrückliche Gletscherüberquerung aus einer Mischung von Geröll, Eis und Nebel.

Über die Gletschermoräne stiegen wir weiter hoch bis zur nächsten unüberwindbar erscheinenden Felswand, an welcher die Wegmarkierungen senkrecht hochführten. Beim Näherkommen offenbarte sich eine abwechslungsreiche Kraxelei, wobei ausgesetzte Stellen mit Stahlseilen gesichert waren. Diese Wanderung hatte wirklich alles zu bieten!

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Trotzdem war ich froh, als wir schliesslich den Lötschenpass (2'689 m) erreichten; ich spürte die 1'600 Höhenmeter Aufstieg deutlich in meinen Beinen. Die Lötschenpasshütte befindet sich direkt auf der Passhöhe. Die Hütte ist gross und modern, nur der Hüttenwart war etwas grummelig.

Am nächsten Morgen war der Pass von einer dünnen Schneeschicht überzogen, die fotogen in der Morgensonne glitzerte - von den Wolken war an diesem Tag nichts mehr zu sehen. Das Wallis zeigte sich stattdessen von seiner sonnigen Seite. Wir folgten weiter dem Lötschberg-Panoramaweg. Am Anfang war der Weg noch felsig und alpin. Kleine Seelein säumten den Weg, in denen sich die umliegenden Berge spiegelten. 

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Auf der Laucheralp gab es auf der Aussichtsterrasse des Berghaus Lauchern ein zweites Frühstück mit Kaffee und Kuchen - da es an diesem Tag vornehmlich abwärts ging, war das Einkehrverbot vom Vortag aufgehoben. Der Rest der Strecke führte dann über einen breiten, aussichtsreiche Wanderweg immer tiefer ins Lötschental hinein. Am Talende direkt vor uns konnte man zur Lötschenlücke hochsehen, linker Hand zum Petersgrat, beides Gletscherübergänge, die ich schon begangen hatte.

Als wir die Waldgrenze erreichten, änderte sich die Landschaft erneut, diesmal in einen lieblichen Lärchenwald. Wir passierten den Schwarzsee und erreichten schliesslich die Fafleralp, wo wir das Wochenende bei einem Bier ausklingen liessen.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 10./11. September 2022
  • Route: Kandersteg, Talst. Sunnbüel - Waldhaus - Gasterenholz - Gfelalp - Lötschengletscher - Lötschenpass - Lötschenpasshütte (Samstag); Lötschenpasshütte - Sattlegi - Lauchernalp - Biel - Weritzstafel - Fafleralp (Sonntag) (Etappen 2-4 des Lötschberg-Panoramawegs/regionale Route Nr. 56)
  • Unsere Wanderzeit: 5 h 15 min (Samstag); 4 h 10 min (Sonntag)
  • Distanz: 14,6 km (Samstag); 14 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'600 m (Samstag); 250 m (Sonntag)
  • Übernachten: Lötschenpasshütte
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Lötschberg-Panoramaweg Tag 1 (Samstag)

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Lötschberg-Panoramaweg Tag 2 (Sonntag)



Donnerstag, 22. September 2022

Hüttentour rund um die Göscheneralp

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Ich hatte für diese Zweitagestour von Michel praktisch keinen Proviant eingepackt, denn gemäss Programm schien es, als würden wir mehr einkehren als wandern. Das Einkehren begann bereits mit einem Startkaffee im Berggasthaus Dammagletscher auf der Göscheneralp. Danach kam der erste Teil der Wanderung mit dem Aufstieg durch das schöne Hochmoorgebiet hoch über dem Ufer des Göscheneralpsees. Die Steigung zog schliesslich etwas an und ich war froh,  als wir die Bergseehütte (2'370 m) erreichten, wo es eine Suppe zur Stärkung gab.

Die Wetterprognosen hatten heftige Regenschauer vorausgesagt und als wir die Bergseehütte wieder verliessen, hatten sich die Wolken bedrohlich zusammengezogen, so dass wir vorsorglich in unsere Regenausrüstung stiegen. 

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Ab der Bergseehütte - die übrigens tatsächlich an einem Bergsee liegt - ist der Weg blau/weiss markiert. Dies vermutlich weil ein grosser Teil der Strecke aus ausgedehnten Blocksteinfelder besteht, über die man selber den besten Weg suchen muss - möglichst ohne die Balance zu verlieren. 

Da der vorausgesagte Regen vorerst ausblieb, blieben auch die flechtenüberwachsenen Steine trocken; bei Nässe ist der Weg sicher heikler. Ausgesetzte Stellen gab es kaum - oder sie waren wegen des immer dichter werdenden Nebels einfach nicht zu erkennen. Die Welt um mich herum war bald in eintönige Grautöne eingehüllt.

Kurz bevor wir die Chelenalphütte erreichten, setzte schliesslich doch noch Regen ein, was vor allem den letzten Teil des Abstiegs zu einer matschigen Angelegenheit machte. Kurz vor der Hütte galt es zudem, zwei steile Kraxelstellen hinunterzuklettern; beide aber mit Ketten gut gesichert. In der Chelenalphütte (2'335 m) trockneten wir uns wieder ab, bevor es zum gemütlichen Teil des Hüttenlebens ging.

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Am nächsten Morgen waren die Wolken verschwunden und von der Hütte aus hatte man einen tollen Ausblick auf die Gletscherfelder, die an den Bergflanken klebten. Die Welt um mich herum war bunt gefärbt durch das Blau des Himmels, das Grün der kargen Vegetation und das Rot der Felsen. 

Ein kurzer Abstieg brachte uns hinunter ins Chelenalptal und zum Ufer des Göscheneralpsees. Von hier aus hätte man gemütlich dem See entlang zurück zu unserem Startpunkt wandern können. Michel hatte es sich aber in den Kopf gesetzt, in der Dammahütte zu Mittag zu essen. Also traversierten wir zunächst das Kopfende des Göscheneralpsees entlang eines abwechslungsreichen Weges über teilweile glattgeschliffenen Felsen. 

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Der richtige Aufstieg zur Dammahütte begann erst, nachdem wir die Dammareuss erreichten hatten. Über den kurvenreichen, steinigen Hüttenweg ging es 500 Höhenmeter hoch - einzig um eine Käseschnitte zu essen. 

Die Dammahütte (2'437 m) ist die kleinste SAC-Hütte mit nur 20 Schlafplätzen - und der Hüttenwart Andri macht tatsächlich sehr gute Käseschnitten, für die sich der zusätzliche Aufstieg gelohnt hatte.

Mit vollen Bäuche stiegen wir - diesmal über den Panoramaweg mit Panorama auf die Reste des Dammagletschers - wieder hinab zur Dammareuss. Ab da wanderten wir entlang des rechten Ufers des Göscheneralpsees zurück zum Staudamm - eine Strecke, die unerwartet oft anstieg und sich ziemlich lange hinzog. Am Schluss wurden wir zudem noch von paar Ziegen aufgehalten, sie gemütlich auf dem Wanderweg vor uns hinwaggelten. 

Beim Hotel Dammagletscher gab es schliesslich die letzte Einkehr, bevor es zurück ins Unterland ging. 


Wanderinfos:

  • Gewandert: 3./4. September 2022
  • Route: Göscheneralp - Bergseehütte - Vorder/Hinter Mur (T4) - Chelenalphütte (Samstag); Chelenalphütte - Chelenstafel - Röti - Dammareusss - Dammahütte - Dammreuss - Plangge - Göscheneralp (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 4 h 30 min (Samstag); 5 h 10 min (Sonntag)
  • Distanz: 8,6 km (Samstag); 13,9 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 990 m (Samstag); 850 m (Sonntag)
  • Übernachten: Chelenalphütte SAC

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