Donnerstag, 20. Mai 2021

Höhlen, Schluchten und eine sehr alte Dame - Abenteuerwandern im Jura

@wandernohneende
Am Auffahrtsdonnerstag fuhr ich nach Gänsbrunnen im Solothurner Jura für einen besonderen Ausflug voller abenteuerlicher Höhepunkte: Clemens führte uns über unmarkierte Pfade und unsichtbare Wegspuren zu vier versteckten Attraktionen, die er zu einer Wanderung verbunden hatte. 

Die Wanderung begann mit einem regelrechten Sprint den Walenmattwald hinauf, so dass ich ziemlich schweissgebadet war, als wir die Jurakrete erreichten. Wir folgten dem Gratweg und freuten uns über blühende Orchideen und knorrige Bäume, die aus der Felswand heraus zu wachsen schienen.

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Foto©Clemens
Ein kurzer, rutschiger Abstieg führte zum ersten Highlight des Tages: Dem Franzosenloch. Der Name rührt offenbar daher, dass sich in der Höhle während der napoleonischen Besatzung der alten Eidgenossenschaft französische Deserteure versteckt haben sollen. Wir liessen unsere Rucksäcke am Eingang zurück und krochen auf allen Vieren ins dunkle Loch hinein. Zwischendurch weitete sich die Höhle und hohe Kamine, die senkrecht nach oben führten, liessen uns aufrecht stehen. Trotzdem war man gut beraten, immer auf seinen Kopf zu achten, wie einer unserer Mitwanderer, der sich eine blutige Stirn holte, feststellen musste. Abzweigende Schächte und Seitengänge liessen uns über die wahre Ausdehnung des Höhlensystems rätseln.

Wir stellen unsere Höhlenforschung schliesslich ein und stiegen wieder zum Grat hoch, dem wir vorbei am Aussichtspunkt Le Cornet noch ein kurzes Stück folgten, bis wir erneut steil den Hang hinunter stiegen, zunächst noch auf so etwas wie einer Wegspur, dann weglos ein abschüssiges Waldstück hinunter. 

Als Nächstes machten wir einer alten Dame unsere Aufwartung: Der vieille dame de Crémines. Mit über 1'500 Jährchen auf dem Buckel, respektive den Ästen, gilt die Eibe als ältester Baum der Schweiz. Der hohle, rötliche Stamm wand sich gegen den Himmel und wir fragten uns, was die alte Dame alles schon erlebt und gesehen haben musste.

Nach einer kurzen Mittagspause ging das Abenteuer weiter. Ein Stück unterhalb der Eibe führte ein unmarkierter Pfad in eine Schlucht hinein (bei der Kuhtränke links abbiegen). In einer Felsspalte, an der man leicht einfach vorbeigehen könnte, versteckte sich die nächste Überraschung: Über zwei Leitern stiegen wir in eine Eishöhle hinab hinab. Eine dicke Eisschicht bedeckte die Felswände. Geologie und schattige Lage sorgen dafür, dass das Eis auch bei warmen Temperaturen nicht vollständig schmilzt.

Nach diesem kalten Abstecher setzten wir unseren Abstieg entlang einer Felswand fort und über eine Steilstufe gelangten wir schliesslich mitten in den Canyon de Buement. Rechts und links erhoben sich senkrechte Felswände. Moosüberzogene Baumstämme und eine üppig grüne Vegetation verliehen dem Canyon etwas Märchenhaftes. Abzweigungen und Nischen in den Felsen animierten zu Umwegen und Abstechern. Eine enge Felspalte diente als Test, ob wir wohl eine Diät nötig hätten (Resultat: Alle passten gerade noch durch). Je weiter wir abstiegen, desto enger standen die Felswände zusammen. 

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Ein Steilhang führte aus der Schlucht hinaus und etwas oberhalb des Bauernhofes Aux Vaivres erreichten wir schliesslich wieder den Wanderweg und entlang der Bahnlinie ging es zurück nach Gänsbrunnen, wo wir die aussergewöhnliche Rundwanderung beschlossen. 








Wanderinfos:
  • Gewandert: Donnerstag, 13. Mai 2021 (Auffahrt)
  • Route: Gänsbrunnen - Walenmatt - Walenmattgrat - Franzosenloch - Alte Dame von Crémines (Eibe) - Eishöhle - Canyon du Buement - Aux Vaivres - Sikypark - Gänsbrunnen (Weg nicht markiert, teilweise weglos T4)
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 20 min
  • Distanz: 10 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 700 m
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Donnerstag, 22. April 2021

Rämisgumme - Krokusglück im Schneefall

@wandernohneende
Nach meiner Ostertour auf den Clariden hatte ich meine Schneeschuhe im Keller und meine warmen Wanderhosen in der hintersten Ecke des Kleiderschranks verstaut. Ich war bereit für sonnige Frühlingswanderungen über mit Blumen übersäte Wiesen bei milden Temperaturen. Entsprechend meldete ich mich für eine Wanderung zum Rämisgumme im Grenzgebiet zwischen Emmental und Entlebuch an, um mein Krokusglück an den Hängen des Rämisgummen zu finden. 

Als wir in Wiggen aus dem Bus stiegen und ich den kühlen Wind an meinen Beinen spürte und die schneebedeckten Hänge sah, ahnte ich, dass ich meine Winterausrüstung wohl etwas verfrüht eingemottet hatte. Der Aufstieg zum Binzberg gab wenigsten ein bisschen warm und auf der Terrasse eines geschlossenen Restaurants bei Geisshalden fanden wir ein windgeschütztes Plätzchen für eine Mittagspause. 

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Danach war ich aber richtig durchgefroren und beim weiteren Aufstieg durch die immer ausgedehnter werdenden Schneeflecken begrub ich meine Hoffnung auf blühende Krokuswiesen endgültig. Auf dem Rämisgummehogger (1'301 m) verzichteten wir auf eine Pause - zu kalt, zu windig und die Aussicht auf die Berner Alpen war ohnehin von Wolken verdeckt. 

Wir folgten weiter der bernisch-luzernischen Grenze und dann beim Aufstieg zum Wachthubel gab es - plötzlich und unerwartet - nicht nur weisse Schneeflecken, sondern auch weisse Krokusflecken. Voller Freude darüber, dass wir doch ein paar Blüten entdeckt hatten, legten wir uns auf den kalten Boden, um den besten Winkel für ein Foto der Krokuspracht zu finden. Und während die Sonne allmählich durch die Wolken drückte, fielen gleichzeitig Schneeflocken vom Himmel. Aprilwetter vom Feinsten! 

Auf dem Wachthubel (1'414 m) war es dann  etwas milder und windstill genug für eine kurze Pause. Unter den Wolken hindurch konnte man sogar den Fuss des Hogants sehen. Danach ging es runter nach Schangnau, wo es im lokalen Volg heissen Kaffee zum Aufwärmen gab.



Wanderinfos
:

  • Gewandert: Samstag, 17. April 2021
  • Route: Wiggen, Egghus - Schärhof - Binzberg - Schärligbad - Sätteli - Geisshalden - Rämisgummehoger - Hinter Rämisgumme - Brunnebode - Wachthubel - Chüng - Schangnau
  • Unsere Wanderzeit: 4 h 40 min
  • Distanz: 15 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 950 m
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Sonntag, 18. April 2021

Clariden und Planura - Vier Tage im Schatten des Tödi

@wandernohneende
Saisonende und -höhepunkt in Einem: Über Ostern beschloss ich die Schneeschuhsaison mit einer eindrücklichen, viertägigen Tour durch die Planura/Clariden-Region. Vom Urnerboden aus - der Glarner in unserer Gruppe reagierte auf alte Hahn-Legenden etwas allergisch - ging es ohne Anstrengung mit der Gondel zum Fisetenpass, welcher bereits auf gut zweitausend Metern liegt. 

Den weiteren Anstieg dem Bergkamm entlang mussten wir dann aus eigener Muskelkraft zurücklegen. Die Strecke war einseitig abschüssig, was in den Schneeschuhen zu einem unangenehmen Druck auf die Innenbänder des immer gleichen Fusses führte. Vom Gemsfairenjoch (2'846 m) aus konnten wir dann einen ersten Blick zum Tödi werfen, der uns in den nächsten Tagen immer begleiten würde. Über die fast senkrechte Steilstufe ging es zum Claridenfirn hinunter und von da aus war es nicht mehr weit zur Claridenhütte (2'451 m). Wir wurden in der modernen SAC-Unterkunft, in welcher es sogar warmes Wasser zum Waschen gab, freundlich empfangen und ausgezeichnet verköstigt.

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Der nächste Tag war Gipfeltag. Wir wanderten über den langgezogenen Claridenfirn und einzelne Wolkenschwaden, die vom Tal her über die Berge zogen, verleihten der Umgebung eine atmosphärische Dynamik. Am Fuss unseres Tagesziels legten wir ein Gepäckdepot an, bevor wir die letzten, steilen Höhenmeter bis zum Gipfel des Clariden (3'267 m) erklommen. Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, auf einer Bergspitze zu stehen! Unter uns lag das wolkenbedeckte Mittelland, während um uns herum die schneebedeckten Berge vor blauem Himmel im Sonnenlicht strahlten.

Für den Abstieg wechselten wir in die Steigeisen - damit hatten wir die schweren Dinger wenigstens nicht vergebens mitgeschleppt. Über die fast flache, schneebedeckte Eisfläche ging es dann via Clariden-/Hüfipass zur Planurahütte. Die Hütte klebt, einem Adlerhorst gleich, von einem Ring aus Gletscher umgeben ausgesetzt an einem Felsen. 

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In Empfang und Verköstigung stand die Planurahütte (2'940 m) der Claridenhütte in nichts nach - ausser dass es nicht nur kein warmes Wasser, sondern gar kein Wasser gab. Die Hüttenwartin muss das kostenbare Nass mühsam aus Schnee schmelzen.

Abends schauten wir zu, wie die Sonne hinter dem Schärhorn versank. Nach einer kurzen Nacht auf fast dreitausend Metern erkundeten wir am folgenden Tag weiter die ausgedehnte Gletscherlandschaft. Entlang des Fusses des Clariden ging es zunächst zum Chammliloch, um die Aussicht zu bestaunen. Mir erschien diese wie ein Rückblick auf die Highlights meiner Wanderungen der letzten Jahre: Hinter Klausenpass und Glattalp erhob sich die Silberen mit dem Bödmerenwald, irgendwo dahinter musste der Pragelpass liegen und der Übergang zum Hoch Ybrig.

Wir umrundeten das Chammlihore halb und warfen dann von der Chammilücke noch einen Blick auf die Klausenpassstrasse, bevor wir den Hüfifirn überquerten und direkt vor einem Eisbruch Mittagspause machten. Danach ging es zurück zur Hütte und unser Bergführer hatte offenbar Stalldrang, denn er gönnte uns auf dem dreihundert Höhenmeter langen Aufstieg keine einzige Pause. 

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Aus einem gemütlichen Nachmittag auf der sonnigen Terrasse der Planurahütte wurde leider nichts, zu kalt bliess der Wind um die exponierte Hütte. Der Wind erklärt auch die kreisförmige Form des Gletschers um die Hütte herum: Dieser sogenannte "Windkolk" wurde vom Wind regelrecht ins Eis gefräst.

Am nächsten Tag ging es dann bereits wieder heimwärts. Nach dem sanften Abstieg über den Claridenfirn wartete an dessen Ende wieder die Steilstufe des Gemsfairenjochs, diesmal im Aufstieg, was zwar anstrengend war, dann aber weniger lange dauerte als angenommen. So blieb genügend Zeit für einen weiteren Gipfel und mit dem Gemsfairenstock lag einer direkt am Weg. Es wurde ein kurzer, wenn auch sehr windiger Aufstieg in dessen Verlauf unser Bergführer auch noch notfallmässig die Schneeschuhe einer Mitwanderin reparieren musste.

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Der Gemsfairenstock (2'971 m) erlaubte uns ein letzter Blick über die Gletscherlandschaft und auf den imposanten Tödi. Danach ging es endgültig zurück zum Fisetenpass, von wo aus es wieder bequem mit der Gondelbahn zurück auf den Urnerboden ging. Dort fanden wir ein Restaurant, das Take-away anbot, und an einem sonnigen, windgeschützten Plätzchen liess es sich gut auf den Bus warten.




Wanderinfos:

  • Gewandert: Freitag bis Montag, 2. bis 4. April 2021 (Osterwochenende)
  • Route: Fisetenpass - Rund Loch - Gemsfairenjoch - Claridenhütte (Freitag); Claridenhütte - Claridenfirn - Clariden - Clariden-/Hüfipass - Planurahütte (Samstag); Planurahütte - Chammlijoch - Chammlilücke - Planurahütte (Sonntag); Planurahütte - Clariden-/Hüfipass - Gemsfairenjoch - Gemsfairenstock - Rund Loch - Fisetenpass (Montag)
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 35 min (Freitag); 4 h 15 min (Samstag); 4 h 35 min (Sonntag); 4 h 30 min (Montag)
  • Distanz: 6 km (Freitag); 9 km (Samstag); 12 km (Sonntag); 10,8 km (Montag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 850 m (Freitag); 840 m (Samstag); 675 m (Sonntag); 390 m (Montag)
  • Übernachten: Claridenhütte SAC (Freitag); Planurahütte SAC (Samstag/Sonntag)




Freitag, 26. März 2021

Via del Mercato: Auf schmalen Saumpfaden durchs Centovalli

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Im Norden kam der Winter zurück, im Süden kündigte sich der Sommer an. Eigentlich war für das verlängerte Wochenende eine Schneeschuhtour über die Greina geplant gewesen, doch das Wetter machte mir (schon wieder) einen Strich durch die Rechnung. Da es mit dem Schnee nicht klappte, entschloss ich mich, nach der Sonne zu suchen, und im Tessin wurde ich fündig. 

Nachdem ich am Freitag bereits alleine hoch über dem Lago Maggiore unterwegs gewesen war, stiess am Samstag Karin zu mir und zusammen tuckerten wir mit dem Centovalli-Bähnchen bis nach Intragna. Vor fast drei Jahren hatte ich in diesem kleinen Dörfchen, das mit dem höchsten Kirchturm des Tessins aufwarten kann, eine Wanderung entlang der Via delle Vose beendet. Auch dieses Mal hatte ich einen historischen Saumpfad ausgesucht, die Via del Mercato, über welche die Bauern früher Waren nach Locarno gebracht hatten.

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Wir stiegen entlang von Weinbergen den Hang hoch und hatten schon bald eine schöne Sicht zurück auf Intragna und das Maggiatal in der Ferne. In Costa - bis dorthin hätte es auch ein Bähnchen gegeben - hatten wir den grössten Teil der Steigung hinter uns. Danach ging es mehr oder weniger der Höhenlinie entlang immer tiefer ins Centovalli hinein. 

Der Weg schmiegte sich dem Hang entlang und war abwechslungsweise mit Wurzeln überwuchert oder in den nackten Fels gehauen. Zahlreiche Bäche hatten tiefe Einschnitte in den Bergrücken gegraben, die jeweils zu kurzen Ab- und Aufstiegen führten. Am Kehrpunkt dieser Einschnitte gab es immer wieder eine kleine Überraschung: Mal eine Brücke, mal eine historische Mühle, mal einen kleinen Wasserfall.

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Dazwischen passierten wir kleine Weiler mit oft schön restaurierten Rustici, wo man gerne ein paar faule Ferientage verbracht und die Ruhe genossen hätte. Durch die kahlen Bäume konnte man einen Blick auf den Lago di Palagnedra werfen, der tief unter uns im Tal lag. Nach Borgnone folgte schliesslich der Abstieg nach Camedo zum letzten Bahnhof vor der italienischen Grenze. 

Wir mussten eine ganze Weile auf den nächsten Zug warten, doch angelehnt an eine sonnige Hauswand liess sich die Wartezeit gut aushalten. Auf der Rückfahrt durch die ganze Länge des Centovalli konnten wir ganz bequem nochmals einen ausgiebigen Blick in das tief eingeschnittene Tal werfen.



Wanderinfos:

  • Gewandert: Samstag, 13. März 2021
  • Strecke: Intragna - Pila - Costa - A Slögna - Verdasio - Borgnone - Camedo (Via del Mercato/ lokale Route Nr. 631)
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 50 min
  • Distanz: 13 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 900 m
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Sonntag, 14. März 2021

Montägliche Schneeschuhtouren

Montags nicht arbeiten zu müssen, hat viele Vorteile. Einer davon ist, dass man dann auf den Schneeschuhen unterwegs sein kann, wenn andere im Büro sitzen. Über die Schneeschuhsaison verteilt habe ich mehrmals mit Karin, welche ebenfalls montags frei hat, Innerschweizer Schneeschuhtrails getestet.

Es handelte sich allesamt um kurze Touren entlang von offiziellen, ausgeschilderten Trails - auch wenn wir manchmal unsere liebe Mühe hatten, den richtigen Markierungspfosten zu folgen...


Haldi ob Schattdorf (Halditrail)

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Haldi bewirbt sich selber als die "Sonnenterrasse oberhalb Schattdorf". Bei unserem Besuch präsentierte sich das Hochplateau zumindest am Anfang ziemlich wolkenverhangen. In der Nacht hatte es geschneit, so dass alles - inklusive der Schneeschuhspuren - mit einer dicken Neuschneeschicht bedeckt war. Der offizielle Trailwegweiser beim Ausgang der Gondelbahn zeigte direkt in eine meterhohe Schneewand. Eine Richtung, die wir als offensichtlich fehlerhaft verwarfen. Nach einigem Suchen entdeckten wir etwas entfernt einen besser zugänglichen farbigen Pfosten und so fanden wir doch noch den Einstieg in den Trail - wenn auch in die umgekehrte Richtung als geplant. Ohnehin hatten wir etwas Mühe, den rot, blau oder auch rot und blau gefärbten Pfosten zu folgen - was aber vermutlich an uns lag. 

Als wir schliesslich den Billenwald erreichten, waren wir aber definitiv wieder auf dem richtigen Weg. Der Abschnitt durch den tiefverschneiten Wald war der schönste Teil der Tour. Beim Billentrog mussten wir uns den Aufstieg durch den unberührten Schnee zurück auf das Plateau selber spuren. Danach ging es  in einem weiten Bogen dem Rand der Hochebene entlang retour zur Seilbahnstation. Dort sahen wir dann auch, wo der Anfang der Route gewesen wäre: Direkt hinter der Schneewand, auf welche der Wegweiser zielgenau hingewiesen hatte.


Wanderinfos:
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  • Gewandert: Montag, 18. Januar 2021
  • Route: Haldi (Bergstation) - Billenwald - Böschberg - Sonntagsboden - Haldi (Bergstation) (ausgeschildeter Schneeschuhtrail Nr. 885 "Haldi Trail")
  • Unsere Wanderzeit: 2 h 50 min
  • Distanz: 8 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 400 m



Melchsee-Frutt (Bonistock- und Erzeggtrail)

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Die Seilbahnen Stöckalp-Frutt hatten ein Corona-Schutzkonzept eingeführt, das je eine separate Schlangen vorsah, um ein Ticket zu kaufen, die Toilette zu benutzen und in die Gondel zu steigen. Ich weiss nicht, wie effizient dieses System bei grossem Andrang ist, da aber an diesem Montag - trotz schönstem Wetter und besten Schneeverhältnissen - nur wenige Leute unterwegs waren, hatten wir alle drei Schlangen schnell hinter uns.

Direkt vor der Bergstation schnallten wir unsere Schneeschuhe an und stiegen zum Bonistock (2'169 m) auf, den wir bereits nach nicht einmal einer Stunde erreichten. Wir setzten uns vor dem Selbstbedienungsrestaurant auf die Terrasse, genossen unseren Punsch und blinzelten in die Sonne. So lässt sich der Winter erleben! Schliesslich machten wir uns wieder auf und nach einem kurzen steilen Abstieg bei Chringen ging es locker bis zum Tanneboden. Dort gab es ebenfalls eine sonnige Terrasse und Getränke, so dass unsere Schneeschuhtour immer mehr zu einer Beizentour wurde. 

Zum Ausgleich - und um behaupten zu können, dass wir uns an dem Tag tatsächlich sportlich bestätigt hatten - stiegen wir auf der anderen Seite nochmals hoch in Richtung Erzegg. Auf dem Gumm (2'130 m) genossen wir die Bergsicht, bevor es hinunter und quer über die Ebene zurück zur Seilbahnstation ging.


Wanderinfos:

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  • Gewandert: Montag, 8. Februar 2021
  • Route: Melchsee-Frutt (Bergstation) - Bonistock - Chringen - Tannalp - Gumm - Distelboden - Melchsee-Frutt (Bergstation) (ausgeschildete Schneeschuhtrails Nr. 791 "Bonistock Trail und Nr. 790 "Erzegg Trail")
  • Unsere Wanderzeit: 3 h 10 min
  • Distanz: 9,9 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 500m


Wirzweli (Panoramwelt/Tannenpfad)


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Wirzweli ist ein bekanntes Schneeschuhgebiet, welches ich schon lange erkunden wollte. Schnee und Wetter waren gerade noch akzeptabel, aber uns war klar, dass unsere Montags-Schneeschuhtouren bald vorbei sein würden, wenn es nicht Schneenachschub geben würde.

Von der Bergstation aus folgten wir dem "Panoramawelt-Trail" den Hang hoch Richtung Gummenalp. Karin und ich waren den gleichen Weg bereits im Sommer gewandert, damals mit dem Ziel Stanserhorn. So hoch hinaus wollten wir diesmal nicht. Hingegen war die Aussicht auf den Titlis vom Wirzweligrat aus im Winter genauso schön wie im Sommer. Als deutlich niedriger gelegenem "Gipfel" nahmen wir den Gummen (1'614 m) mit, der direkt am Weg lag, bevor es kurz nach der Gummenalp entlang des "Tannenpfads" abwärts ging. Der Abstieg im Zickzack durch den Dürrenbodenwald war abwechslungsreich und idyllisch - bis ich mit den Schneeschuhen hängen blieb und gesichtsvoran im harten Schnee landete. Verletzungen trug aber nur mein Stolz davon.

Unten am Waldrand angekommen wollten wir eigentlich dem "Sonnenpfad" zurück zur Seilbahn folgen. Doch wieder einmal hatten wir Probleme, den richtigen Pfosten zu folgen. Keine Probleme hatten wir hingegen, eine offene Sonnenterrasse zu finden, und so beschlossen wir die Tour - nach einem Abstieg über die Skipiste - beim Restaurant Waldegg.


Wanderinfos:
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  • Gewandert: Montag, 15. Februar 2021
  • Route: Wirzweli (Bergstation) - Horn - Gummen - Gummenalp - Dürrenbodenwald - Eggwaldried - Restaurant Waldegg ausgeschildete Schneeschuhtrails "Panoramawelt-Trail" und "Tannenpfand")
  • Unsere Wanderzeit: 2 h
  • Distanz: 6,3 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 450 m





Montag, 8. März 2021

Keschhütte, die Zweite

@wandernohneende
Auf dem Programm stand an diesem Wochenende die Schneeschuhtour zur Keschhütte, die ich bereits vor zwei Jahren gemacht hatte und die mir als sehr schön, aber auch sch... anstrengend in Erinnerung geblieben war. Ivan war auch dieses Mal der Organisator und ganz untypisch für ihn starteten wir so pünktlich in Bergün, dass ich kaum Zeit hatte, meine Sonnenbrille aufzusetzen. 

Das erste Stück - zum grössten Teil noch ohne Schneeschuhe - führte fast flach durch das Val Tuors bis nach Chants. Ivan versuchte - auch eher untypisch für ihn - das Tempo unseres sehr fitten Grüppchens zu bremsen, wofür ich dankbar war, denn ich wusste, dass ich meine Kraftreserve für den nun beginnenden Aufstieg brauchen würde.

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Der Aufstieg durch den Wald war auch diesmal streng, doch längst nicht so steil, wie ich ihn Erinnerung hatte. Ein zunächst verpasster Abzweiger führte zwar zu einem zusätzlichen Schlenker über die Alp digl Chants, dafür konnten wir von dort einen kurzen Blick ins idyllische Val Plazbi werfen, bevor es zurück auf den richtigen Weg ging.

Als wir die Bäume hinter uns liessen und das Gelände wieder abflachte, wurden wir von den Wolken eingeholt. Ich wusste, dass uns noch der Schlussaufstieg zur Hütte bevorstand, doch nachdem ich den ersten Anstieg so gut hinter mich gebracht hatte, war ich optimistisch, dass auch der Rest kein Problem sein würde. Doch da hatte ich mich ver- und überschätzt; selten habe ich bei einem Anstieg so geflucht, während die Hütte - durch den Nebel nur schemenhaft erkennbar - nicht näher zu kommen schien.

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Ich schaffte es schliesslich doch noch vor dem totalen Kollaps bis zur Keschhütte (2'627 m) und spätestens beim Essen kam auch die Energie langsam zurück. Die brauchte ich auch, denn am nächsten Tag ging es bei strahlendem Sonnenschein weiter. Gemütlich wanderten wir das Val dal Tschüvel hinunter, bis der Wiederanstieg zum Sertigpass begann. Rund um uns herum gab es nichts ausser weisse Berge und blauen Himmel. Auf dem Sertigpass (2'738 m) hatten wir den höchsten Punkt des Tages erreicht und danach ging es nur noch abwärts durch das Chüealptal bis nach Sertig.

Als wir dort aufs Postauto warteten, wusste ich, dass mich meine Erinnerung nicht getrogen hatte: Die Tour zur Keschhütte ist sehr schön, obwohl sie sch... anstrengend ist. Und wenn ich mich in zwei Jahren davon erholt habe, mache ich sie vielleicht auch noch ein drittes Mal.



Wanderinfo:

  • Gewandert: Samstag/Sonntag, 27./28. Februar 2021
  • Route: Bergün - Tuors Davant - Tuors Chants - Schegvel - Keschhütte (Samstag); Keschhütte - Sertigpass - Bin Schära - Sertig, Sand (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 5 h (Samstag); 3 h 30 min (Sonntag)
  • Distanz: 13 km (Samstag); 10,4 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 1'370 m (Samstag); 380 m (Sonntag)
  • Übernachten: Keschütte SAC


Sonntag, 7. Februar 2021

Schneeschuhtouren im Avers

@wandernohneende
Ich hatte - um wieder einmal etwas zu haben, worauf ich mich freuen konnte - bereits im Dezember ein verlängertes Schneeschuhwochenende im Lötschental gebucht. Doch Rekordniederschläge, Lawinengefahr und einfach furchtbar schlechte Wetteraussichten verpassten meiner Vorfreude einen deutlichen Dämpfer. Als dann der Veranstalter anrief und mitteilte, dass die Tour vom Wallis ins Graubünden verlegt wurde, war ich einen Moment lang in Versuchung, dies als Gelegenheit zur Absage zu nutzen; ich hatte wenig Lust, drei Tage in der Kälte durch Schneegestöber zu stapfen. Doch mein freier Tag war bereits genehmigt und andere Pläne hatte ich schlichtweg nicht.

Also stieg ich am Freitag sehr früh am Morgen in den Zug und fuhr Richtung Graubünden. Irgendwo zwischen Thusis und Andeer verwandelte sich der strömende Regen in Schneefall und ich bewunderte die Fahrkünste des Busfahrers, der uns sicher und pünktlich über die schneebedeckte Strasse durchs abgelegene Avers nach Juf brachte.

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In Juf, seines Zeichens das höchstgelegene dauerhafte bewohnte Dorf der Schweiz, bezogen wir zunächst unser Hotel, bevor wir direkt davor in die Schneeschuhe schlüpften. Aufgrund der schlechten Sicht und der angespannten Lawinensituation begannen wir mit einer einfachen Schneeschuhwanderung entlang des Talbodens. Doch kaum waren wir etwas talauswärts gelaufen, drückte plötzlich die Sonne durch die Wolken. Zur Mittagspause machten wir es uns auf einer sonnigen Bank vor einem kleinen Stall gemütlich, und unsere einzige Sorge war, keinen Sonnenbrand zu bekommen. Am späteren Nachmittag stiegen wir in Cresta wieder ins Postauto und liessen uns zurück zu unserem Hotel fahren.

Am nächsten Tag begrüsste uns der Vollmond, der am fast wolkenlosen Himmel stand. Nach der lockeren Aufwärmtour vom Vortag sollte es diesmal höher hinaus gehen. Mit dem Postauto - der Busfahrer kannte uns bereits - ging es ein kurzes Stück das Tal hinab bis zur Station Rufana. Von hier bogen wir ins Bergalgatal ein, das zunächst noch im Schatten lag. Das erste Stück führte über präparierte Winterwanderwege, bis wir schliesslich in den unberührten Hang hinein zogen. 

Damit begann - zumindest für Adi, unseren Bergführer - die Schwerstarbeit uns einen Weg durch den kniehohen Neuschnee zu bahnen. Der Rest der Gruppe hatte trotz der Steigung genug Zeit und Musse, ausgiebig Fotos von den schneebedeckten Hängen zu machen. Nach gut fünfhundert Höhenmeter wurde der Anstieg sanfter und es begann eine lange Traverse. Eine Spur, die zwei Tourenfahrer hinterlassen hatten, erleichterte unserem Bergführer die Arbeit. Dafür zog gegen Mittag ein böiger Wind auf und die Wolken begannen, die Berggipfel um uns herum zu verhüllen. 

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Als es schliesslich Zeit wurde, an eine Umkehr zu denken, waren wir so kurz unter dem Bödagrat, dass wir nicht anders konnten, als auch noch die letzten Höhenmeter dranzuhängen. Belohnt wurden wir für unsere Anstrengung, den höchsten Punkt des Bödagrat (2'951 m) auch noch erklommen zu haben, mit einer kurzen Windstille und einem freien Blick unter der Wolkendecke hindurch auf die italienischen Alpen. Danach begann der lange Abstieg entlang der Aufstiegspur und die anstrengende Tour begann sich langsam in meinen Beinen bemerkbar zu machen. Trotzdem mussten die Kräfte noch für einen Schlussspurt reichen, um den Bus nicht zu verpassen, denn das hätte eine unfreiwillige Verlängerung der Tour um eine weitere Stunde bedeutet.

Wir schafften es schliesslich rechtzeitig und als wir zurück fuhren, passierten wir einen Rega-Helikopter, der am Strassenrand gelandet war. Es war eine Ermahnung an die kritische Lawinensituation in den Alpen: Nur etwas weiter hinten im Avers war eine Lawine auf einen Wanderweg niedergegangen und hatte zwei Wanderer verschüttet. Glücklicherweise war das Ganze nochmals glimpflich abgelaufen.

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Beim Abendessen füllten wir unseren Kalorienspeicher mit Fondue auf. Meine Sportuhr, welche meinen Trainingszustand in den letzten Wochen, die ich vornehmlich im Home Office verbracht hatte, als "unproduktiv" eingestuft hatte, riet mir nach dieser Anstrengung zu einer dreitägigen Erholungspause. Doch daraus wurde nichts, insbesondere da auch am nächsten Tag das Wetter viel besser war als prognostiziert. 

Von Pürt aus überquerten wir den Averser Rhein - nicht mehr als ein kleiner Bach - und danach ging es gleichmässig aber stetig aufwärts durch den glitzernden Schnee. Während wir an den letzten beiden Tagen fast alleine unterwegs gewesen waren, teilten wir heute den Berg mit zahlreichen anderen Touren- und Schneeschuhgängern, so dass es auf jeden Fall genug Aufstiegsspuren gab, von denen man profitieren konnte. Auf dem windigen Gipfel des Grosshorns (2'780 m) verweilten wir gerade lange genug, um ein paar Fotos von der Aussicht zu machen. Der Abstieg durch den kniehohen, weichen Neuschnee machte sehr viel Spass, auch wenn es mehr als eine unfreiwillige und unelegante Landung im Schnee gab. 

In Pürt endete dann das Schneeschuhwochenende, an dem wir wider Erwarten nie durch Schneegestöber stapfen mussten, sondern nur durch herrlichen Neuschnee. Mit dem Postauto ging es entlang von steilen, mit unzähligen gefrorenen Wasserfällen geschmückten Steilwänden das Avers hinunter zurück ins verregnete Unterland. Und ich beschloss, dass ich mir dieses abgelegene Tal auch im Sommer unbedingt mal näher ansehen musste.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Freitag/Samstag/Sonntag, 30./31. Januar / 1. Februar 2021
  • Route: Juf - Podestatenhaus - Pürt - Cresta (Freitag): Avers, Rufana - Vorderbergalga - Fürgabärg - Bödagrat - Avers, Rufana (Samstag); Pürt - Grosshorn - Pürt (Sonntag)
  • Unsere Wanderzeit: 3 h (Freitag); 6 h 30 min (Samstag); 4 h 15 min (Sonntag)
  • Distanz: 6,8 km (Freitag); 12 km (Samstag); 6,5 km (Sonntag)
  • Höhenmeter (Aufstieg): 140 m (Freitag); 1000 m (Samstag); 900 m (Sonntag)
  • Übernachten: Pension Edelweiss, Juf


Freitag, 1. Januar 2021

Furggelenstock mit Schneeschuhen zum Jahresabschluss

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Am letzten Tag des Jahres machte ich die erste Schneeschuhtour der Saison. Ich wählte dafür die Schneeschuhtrails bei Brunni in der Mythenregion aus, auf denen ich bereits öfters unterwegs gewesen war. Normalerweise herrscht hier ziemlich viel Trubel, weil es sich auch um ein beliebtes Familienskigebiet handelt, doch wegen/dank Corona waren die Bahnen geschlossen und die (zahlreichen) Schneeschuhläufer und Skitourenfahrer unter sich. 

Der Aufstieg durch den Wald via Furggelen bis auf den Furggelenstock (1'655 m) war mir eigentlich gut bekannt, trotzdem liess ich mich von einer schönen Spur, die ein paar Tourenfahrer gelegt hatten, verführen, so dass ich zwei extra Schlaufen machen musste, um auf den Gipfel zu kommen.

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Für den Abstieg wählte ich eine neue Variante: Statt via Holzegg zurück nach Brunni oder via Furggelen direkt nach Oberiberg, wählte ich die Schlaufe via Ibergeregg. Fast flach ging es bis zum Brünnelistock, wo ich ein sonniges Bänkchen fand, um eine Pause zu machen und die Sicht auf die Berge zu geniessen, wobei sich einige Gipfel in den Wolken versteckten. Der Skipiste entlang ging es dann hinunter zur Ibergeregg - bei Skibetrieb ist dieses Stück vermutlich nicht ganz so gemütlich; an diesem Tag musste ich aber nur ein paar Schlittlern ausweichen.

Ruhig war es dann wieder auf dem letzten Stück und das einzige Geräusch, das mich auf dem Abstieg begleitete, war das Klappern der Schneeschuhe auf dem zusammengepressten Schnee. Der Trail führte abwechslungsreich entlang von kleinen Wäldchen und über offene Hänge ins Tal hinab, und ich konnte mit den Schneeschuhen (fast) bis zur Busstation laufen.


Wanderinfos:

  • Gewandert: Donnerstag, 31. Dezember 2020
  • Route: Brunni - Langried - Furggelen - Furggelenstock - Halbegg - Brünnelistock - Ibergeregg - Rätigstutz - Änglisfang - Oberiberg/Hoch-Ybrig, Talst. Lauchern (violett ausgeschildeter Schneeschuhtrail)
  • Meine Wanderzeit: 3 h 25 min
  • Distanz: 10,2 km
  • Höhenmeter (Aufstieg): 670 m

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